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Kunst und Wirtschaftskrise

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Nina Stricker
Project manager kunStart

Mit einiger Verwegenheit
stellt sich der von der Stiftung Südtiroler Sparkasse ins Leben gerufene Kunstpreis gleich zwei Herausforderungen: Es sollen die Talentiertesten und Würdigsten unter den jungen Künstlern ausfindig gemacht werden, ohne jedoch deren definitiven Durchbruch - der allein uns vor Fehleinschätzungen bewahren könnte - abzuwarten oder gar voranzutreiben. Zudem soll keine einseitige, sondern eine gegenseitige Wertschätzung zwischen Kunst und Betrachter gefördert werden. In unserer Zeit der weltweiten Unsicherheit hat auch die Kunstwelt einen gehörigen Schrecken erlitten - niemand meint mehr, in einer Welt zu leben, in der das Überflüssige "unsere einzige Notwendigkeit" ist, oder in der "Modernsein" das einzig Erstrebenswerte ist. Ist Kunst aber überflüssig? Als Investition ist sie es bei genauer Betrachtung ganz und gar nicht: In Krisenzeiten wird klarer, was unsere Aufmerksamkeit verdient und was nicht. Kunst ist außerdem nie ein Zeitverlust, wie uns jeder Wirtschaftsexperte bestätigen könnte: Vermeiden wir also, die Krise als Schleier für intellektuelle Trägheit zu verwenden. Wann immer die Welt zum Stillstand kommt, braucht es kreative Ideen, um die Dinge wieder in Gang zu bringen.