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Ein Preis für den Preis

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Valerio Dehá
Kunstkritiker und Kurator des Förderpreises

Auch die dritte Ausgabe des Wettbewerbs "The Glocal Rookie of the Year" ist eng verknüpft mit dem  Programm von kunStart, dem von Mal zu Mal variierenden Länderschwerpunkt (heuer Südkorea) sowie der Auswahl und der Qualität der teilnehmenden Galerien.
Nach nur drei Jahren kann man sagen, dass sich der von kunStart und der Stiftung Südtiroler Sparkasse ins Leben gerufene Kunstwettbewerb national positionieren konnte. Dies dank einer interessanten inhaltlichen Wettbewerbsausrichtung und einer internationalen Kommunikationskampagne. So wird der Gewinner/die Gewinnerin  nicht nur mit dem Ankauf des ausgezeichneten Werkes bzw. einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro belohnt, sondern auch mit einer Werbeinitiative, die die Siegerarbeit als Imagebild für die gesamte Kommunikationskampagne der darauffolgenden Ausgabe von kunStart vorsieht. Die Veröffentlichung in sämtlichen Drucksorten wie nationalen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften, Plakaten etc. bedeutet eine einmalige Imagekampagne und Karriere-Chance für die noch jungen, relativ unbekannten Nachwuchstalente. Der Zweitplatzierte erhält ebenfalls einen sog. "žKommunikationsgutschein" über 1.500 Euro für ein Werbeinserat bzw. einen redaktionellen Bericht in einer Fachzeitschrift. Außerdem wird jede Wettbewerbsausgabe von einem hochwertigen Katalog und einer eigenen Website (www.glocalrookie.it) begleitet - für Künstler und Galerien eine beeindruckend positive Visitenkarte
Auch wenn die Anzahl an Kunst-Preisen in unseren wirtschaftlich bewegten Zeiten nach wie vor hoch ist, werden in Hinkunft nur jene überleben, die überzeugen und einen Anreiz/Mehrwert für Künstler und Galerien darstellen. Die Stiftung Südtiroler Sparkasse und kunStart setzten dabei vermehrt auf ein Zusammenspiel zwischen Organisatoren und Teilnehmern, zwischen Messe und Wettbewerb, einem kreativen Netzwerk also, das erforderlich ist, um neue Ideen zu entwickeln.
Dies bedeutet zwar mehr Verantwortung und Arbeitsvolumen, gleichzeitig bieten sich aber auch Verbesserungsmöglichkeiten. Als Kurator konzentriere ich mich ganz auf die Qualität, und die Auswahl. Letztere erfolgt nicht nur nach den Vorgaben der Veranstaltung selbst, sondern auch aufgrund der unmittelbaren Wirkung der Arbeiten. Im Hinblick auf ihre vollständige Medialisierung müssen die Werke klar und aussagekräftig sein, denn die Kunst des 21. Jahrhunderts muss ein eigenständiges Leben besitzen und auch im Alleingang, ohne Erklärungen oder ausführliche Kritiken, wirken. Sie braucht Ausdruckskraft und Wesentlichkeit, um über verschiedene Medien kommunizierbar zu sein und nicht nur Sachverständige, sondern die gesamte Öffentlichkeit anzusprechen.
Auch in dieser dritten Ausgabe muss die Einheitlichkeit der Vorschläge weiter gewährleistet werden. Es gilt, einen gemeinsamen qualitativen Nenner zu finden, ohne auf die gezwungenermaßen vorhandenen Unterschiede einzugehen. Dies ist aus der Wahl der eingereichten Werke klar ersichtlich, und im Vergleich zur ersten, wegbereitenden Ausgabe der Veranstaltung können wir eine deutliche Verbesserung feststellen. In diesem Sinne geht unser großes Lob an die Mühen der " meist jungen und kleinen " Galerien, die unsere Entscheidung für eine sorgfältige Auswahl unterstützt haben.