
Stiftung „nach uns.dopo di noi“ dankt der Stiftung Südtiroler Sparkasse für Anschubfinanzierung und Räume
Die Stiftung Südtiroler Sparkasse hat den Aufbau der gemeinnützigen Stiftung „nach uns.dopo di noi“ mit einer großzügigen Anschubfinanzierung ermöglicht und ihr Räume am Waltherplatz 28 in Bozen zur Verfügung gestellt. Bei einem gemeinsamen Treffen bedankten sich Präsident Armin Reinstadler und Direktorin Martina Pastore bei Stiftungspräsident Stefan Pan und Vizepräsident Walter Zambaldi für diese Unterstützung.
Die Stiftung „nach uns.dopo di noi“ begleitet Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Familien bei einer Frage, die viele über Jahre beschäftigt: Wie kann ein gutes und selbstbestimmtes Leben gelingen, wenn Eltern oder andere enge Bezugspersonen die Begleitung nicht mehr übernehmen können? Um sich frühzeitig auf dieses Danach vorzubereiten, braucht es Zeit für Gespräche, fachliche Unterstützung und verlässliche Strukturen.
„Dank der Anschubfinanzierung konnten wir aus einer dringenden Frage eine arbeitsfähige Stiftung entwickeln“, sagte Präsident Armin Reinstadler. „Ebenso wichtig ist unser fester Sitz am Waltherplatz. Hier können Familien ankommen, uns kennenlernen und ihre Fragen in Ruhe besprechen. Für diese doppelte Unterstützung danken wir der Stiftung Südtiroler Sparkasse sehr.“ Direktorin Martina Pastore erklärte, wie die Stiftung ihre Arbeit aufbaut: „Am Anfang stehen das Kennenlernen und das Zuhören. Jede Familie bringt eigene Erfahrungen, Sorgen und Vorstellungen mit. Im Mittelpunkt steht das individuelle Lebensprojekt des Menschen mit Beeinträchtigung. Gemeinsam überlegen wir, wie Wohnen, Begleitung, soziale Beziehungen sowie die rechtliche und finanzielle Absicherung langfristig gestaltet werden können.“
2026 nutzt „nach uns.dopo di noi“, um die eigene Arbeit in Südtirol bekannt und zugänglich zu machen. Die Stiftung stellt sich bei Treffen in verschiedenen Orten vor, bietet am Bozner Sitz Nachmittage der offenen Tür an und nimmt sich Zeit für persönliche Gespräche. Vor zwei Monaten wurde zudem eine Rechtsberatung initiiert. Bei rechtlichen, finanziellen und erbrechtlichen Fragen arbeitet die Stiftung mit Anwält:innen und Notar:innen zusammen. Ziel sind individuelle und rechtssichere Lösungen mit langfristigem Bestand.
Die ersten Gespräche sind offen und unverbindlich. Familien sollen die Stiftung, ihre Arbeitsweise und mögliche Formen der Begleitung zunächst kennenlernen. Erst wenn daraus ein konkreter Auftrag entsteht, werden die vereinbarten Leistungen in einem individuellen Vertrag festgehalten. Dieser wird gemeinsam mit dem Menschen mit Beeinträchtigung sowie den Eltern oder Bezugspersonen erarbeitet und an die persönliche Situation angepasst. Mittelfristig möchte die Stiftung nach geeigneten Wohnungen suchen, in denen Menschen mit Beeinträchtigung künftig selbstbestimmt und mit Begleitung der Stiftung leben können.
„Die Stiftung ‚nach uns.dopo di noi‘ greift eine Sorge auf, die viele Familien begleitet und langfristige Antworten verlangt“, sagte Stefan Pan, Präsident der Stiftung Südtiroler Sparkasse. „Wir unterstützen ihren Aufbau, weil hier eine Struktur entsteht, die Menschen mit Beeinträchtigung und ihren Familien Orientierung und Sicherheit geben kann.“ Vizepräsident Walter Zambaldi ergänzte: „Eine Anschubfinanzierung wirkt dann nachhaltig, wenn sie den Aufbau von Kompetenz, Vertrauen und konkreten Angeboten ermöglicht. Mit den Räumen in Bozen hat die Stiftung einen gut erreichbaren Ausgangspunkt für ihre Arbeit in ganz Südtirol.“
Weitere Informationen: www.nachuns-dopodinoi.org