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Stiftung Sparkasse erwirbt Norbert C. Kasers Nachlass


Die Stiftung Südtiroler Sparkasse hat den Nachlass des Südtiroler Poeten und Prosaautors Norbert Conrad Kaser angekauft und auf diese Weise einen alten Rechtsstreit beendet. Außerdem kehrt Kasers schriftstellerisches Erbe nach Südtirol zurück. Die Gemeinde Bruneck erhält die Kaser-Akten als Dauerleihgabe.

Der Nachlass wird in der Stadtbibliothek, die nach Kaser benannt ist, in einem "N.C.-Kaser-Archiv der Stiftung Südtiroler Sparkasse" verwahrt. Der diesbezügliche Kaufvertrag sowie der Vergleich zur Beendigung eines seit Jahren behängenden Rechtsverfahrens um den Nachlass von N.C. Kaser wurden am Montag am Sitz der Stiftung Südtiroler Sparkasse in Bozen unterzeichnet.
"Kasers Verse, zumindest viele von ihnen, sind voller spröder Schönheit, voll Trauer und Empörung, und gerade in den kargen, und oft drastischen Bildern, zeigt sich Verletzlichkeit, gepaart mit Kunstverstand", urteilte die Neue Züricher Zeitung. "Der Lyriker Norbert Conrad Kaser hat, zehn Jahre nach seinem Tod, fast den Rang eines Klassikers", schrieb die Süddeutsche Zeitung. Dies sind nur einige der vielen Urteile über den Südtiroler Autor.
Norbert C. Kaser wurde 1947 in ärmlichen Verhältnissen geboren, verbrachte seine Kindheit und Jungend in Bruneck und ist bereits im Alte von 31 verstorben: ein sperriger Schriftsteller, unbequem, vom Literaturbetrieb geschnitten. Die ersten Kaser-Bücher erschienen deshalb posthum: 1979 die Lyriksammlung "Eingeklemmt", 1981 "Kalt in mir", ein "Lebensroman in Briefen". Es handelt sich um schmale Bände, die der Feuilleton-Redakteur der Zeitung "Die Presse", Hans Haider, damals herausgegeben hatte. Der Haider-Fundus - fünf Kassetten mit Kaser-Papieren, Dokumenten und Fotos - lagert im "Brenner-Archiv" der Universität Innsbruck.
Haiders Kaser-Archiv, die Sammlung Klaus Gasperi - vier ebenfalls in Innsbruck aufbewahrte Kassetten mit Briefen, Manuskripten, Notizheften und Jahreskalendern - sowie Briefe, Postkarten, Telegramme, Kuverts und sechs handgebundene Gedichtbändchen aus dem Besitz der Schwester des Dichters, Monika Kaser, bilden heute den Nachlass des Poeten. Um diesen hatten Nachlassverwalter und Erben seit 1990 vor Gericht gestritten. Die Stiftung Südtiroler Sparkasse hat nun den Nachlass angekauft und somit einen alten Rechtsstreit beendet.
Außerdem kehrt Kasers schriftstellerisches Erbe nach Südtirol in seine Heimatstadt zurück. Die Gemeinde Bruneck erhält nämlich die Kaser-Akten als Dauerleihgabe. Der Nachlass wird in der Stadtbibliothek, die nach Norbert C. Kaser benannt ist, in einem "N.C.-Kaser-Archiv der Stiftung Südtiroler Sparkasse" verwahrt. Ein zwischen der Gemeinde Bruneck und der Stiftung noch auszuarbeitender Leihvertrag könnte schon in den nächsten Wochen unterzeichnet werden.

Bürgermeister Christian Tschurtschentaler zeigte sich mit den erzielten Regelungen sehr zufrieden. "Norbert C. Kaser ist einen der berühmtesten Söhne der Stadt Bruneck", so Tschurtschentaler. Dass sich die Rienz-Stadt zum Zentrum der Kaser-Forschung erkläre, sei auch eine Hommage an einen Autor von Rang.

Die von Kaser posthum veröffentlichten Hauptwerke:

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