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Budget 2006 - Fonds Victoria Eagle und Basking Investment aufgelöst


Vermögensverwaltung jetzt ausschließlich in Südtirol
(Victoria & Eagle- sowie Basking-Investments-Fonds aufgelöst)
Budget 2006 verabschiedet - Fördermittel um 40 % erhöht
(Insgesamt elf Mio. Euro für Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Soziales)

Bei der heutigen Pressekonferenz hat der Präsident der Sparkassenstiftung, RA Dr. Gerhard Brandstätter bekanntgegeben, dass die beiden ausländischen Fonds Victoria & Eagle sowie Basking Investmentsfonds aufgelöst worden sind. Somit erfolgt die Verwaltung des Stiftungsvermögens jetzt ausschließlich in Südtirol. Des weiteren wurde darüber informiert, dass gestern der Stiftungsrat der Stiftung Südtiroler Sparkasse einhellig das Budget für das Jahr 2006 genehmig hatt, wobei die Fördermittel um über 40 Prozent erhöht wurden. Für Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Soziales stehen im nächsten Haushaltsjahr insgesamt elf Millionen Euro zur Verfügung. Im Zuge der heutigen Pressekonferenz hat Präsident Brandstätter zu den letzthin in den Medien des öfteren zitierten Fonds Vicotoria & Eagle sowie Basking Investments Stellung bezogen. Hierbei wurden verschiedene, frühere Medienberichte richtig gestellt bzw. der Beweis angetreten, dass die Aussagen jeglicher Grundlage entbehren. Richtig ist,
1) dass die Stiftung in Folge des Verkaufes von 20% des Aktienkapitals der Südtiroler Sparkasse AG im Zuge der Kaufpreisregelung Aktien der Banca Popolare Italiana (vormals Lodi) erhalten hat.
2) Diese Aktien mussten aufgrund gesetzlicher Bestimmungen - mit Zustimmung von Banca d'Italia und der Aufsichtsbehörde - in Fondsverwaltung eingebracht werden.
3) Die Fondsbeteiligungen Victoria Eagle und Basking Investments sind jetzt aufgelöst und der diesbezügliche Aktienbestand wird seit kurzem im Wertpapierportfolio der Stiftung bei der Südtiroler Sparkasse AG verwaltet.
Im Detail stellt Präsident Dr. Brandstätter die vorgenannten Richtigstellungen wie folgt dar: Die im Jahr 2003 erfolgte Vermögensveranlagung in den oben genannten Fonds ergab sich im Zuge der Kaufpreisregelung mit der Volksbank von Lodi, welche bekanntlich 20 Prozent der Südtiroler Sparkasse AG zum Kaufpreis von rund 360 Mio. Euro übernommen hat. Dabei wurden 25 Prozent des Kaufpreises in diesen beiden Fonds veranlagt. Bereits im Frühjahr 2004 wurde sitftungsintern und hauptsächlich aus lokalpolitischen Besteuerungsgründen (Über 90 Prozent des Steueraufkommens fließen bekanntlich in den Landeshaushalt) Überlegungen angestellt, die Beteiligungspositionen aufzulösen und in Südtirol anzusiedeln.
Natürlich war, wie Brandstätter erklärte, dieses Unterfangen wegen seiner Größenordnung (immerhin handelt es sich um ca. 90 Millionen Euro) nicht einfach, da die diesbezügliche Abwicklung mit der Geschäftsführung der Banca Popolare Italiana (BPI) abgestimmt werden musste. Umgehend nach Übernahme der Aktienmehrheit an der Südtiroler Sparkasse AG seitens der Stiftung - nach dem Rückwerwerb der zehnprozentigen Beteiligung, welche die Bayerische Landesbank (BLB) hielt - wurden die diesbezüglichen Liquidierungsgespräche forciert und somit lange vor der Übernahmeschlacht um die Banca Antonveneta. Dass in diesem Zuge die Fondsbeteiligungen der Stiftung ins Sperrfeuer der Kritik geraten sind, ist bedauerlich, hat aber absolut nichts mit fehlender Transparenz in der Vermögensverwaltung oder mit Verbindungen in Bezug auf die Übernahme von Antonveneta etwas zu tun, so Dr. Brandstätter.
Die Rückführung der in den beiden Fonds angelegten Beteiligungen erfolgte im Zeitraum zwischen den Monaten September und Oktober d.J., wobei mit Datum 21.10.2005 der Börsenaufsicht (CONSOB) mitgeteilt wurde, dass die Stiftung Südtiroler Sparkasse 3,034% des Aktienkapitals der Banca Popolare Italiana hält. Präsident Brandstätter äußerte sich zufrieden, dass es gelungen sei, trotz widriger Rahmenbedingungen, denen die BPI ausgesetzt war, die beiden Fonds aufzulösen und die Beteiligungen in das Wertpapierdepot der Stiftung zu übernehmen.
Wie Präsident Brandstätter auf der heutigen Pressekonferenz weiters bekanntgab, hat der Stiftungsrat, das oberste Organ der Stiftung Südtiroler Sparkasse, gestern Nachmittag im Zuge einer eigens hierfür angesetzten Ratssitzung den Tätigkeitsplan (Budget) für das Jahr 2006 einhellig genehmigt, wobei die Fördermittel um über 40 Prozent von 7,8 mio Euro auf insgesamt 11 Millionen Euro gesteigert werden konnten: die entsprechenden Mitteln werden erneut hauptsächlich in den drei statutarisch festgelegten vorrangigen Förderbereichen veranlagt:
1. Kunst- und Kulturförderung 4.700.000.-
2. Wissenschaft und Forschung 2.200.000.-
3. Soziales (Unterstützung von ehrenamtlichen/wohltätigen Organisationen) 2.400.000.-
4. Andere statutarisch verankerte Förderbereiche 1.700.000.-
Die Steigerung der im Budget 2006 festgeschriebenen Fördermittel werden begründet, dass mit einem ausgesprochen guten Jahresabschluss (Rendite von über vier Prozent) gerechnet wird, so dass aufgrund präziser, vom Gesetzgeber vorgeschriebener Bilanzierungsrichtlinien entsprechend höhere Mittel für die Fördertätigkeit reserviert werden konnten. In der heute anberaumten Pressekonferenz wies Präsident Brandstätter jedoch darauf hin, dass, der Tätigkeitsplan noch vom neu eingesetzen Stiftungsrat ratifiziert werden müsse, da im Laufe des Jahres 2006 die Gremien der Stiftung erneuert werden. Unter dem Motto "Spuren der Fördertätigkeit hinterlassen", hat sich der Stiftungsrat zudem die Empfehlung des Verwaltungsrates zu eigen gemacht, einen Fonds anzulegen dessen Gelder nach einer genauen Bedarfsanalyse gegebenenfalls für den Bau eines Seniorenheimes verwendet werden sollten.
Wie bereits in den Vorjahren erfolgt, wird die Stiftung im Monat April/Mai 2006 im Almanach (Tätigkeitsbericht) über die verschiedenen Förderprojekte ausführlich Bericht erstatten. Der Almanach kann über das Filialnetz der Südtiroler Sparkasse bezogen werden.

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