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Einmal Lodi und zurück


Die vom Banco Popolare Soc.coop (Ex Lodi) gehaltenen Aktienanteile an der Südtiroler Sparkasse AG sind nun vollumfänglich von der Stiftung heimgeholt worden
Mit der heute am Sitz der Stiftung erfolgten Unterzeichnung des Kaufvertrages ist es Stiftungspräsident Dr. Gerhard Brandstätter gelungen, die letzten 9,99% der Aktienanteile, die die Bankengruppe BANCO POPOLARE Soc.Coop (ex Lodi) an der Südtiroler Sparkasse AG gehalten hatte, zurückzukaufen. Dies bedeutet, dass sich das gesamte Gesellschaftskapital der Bank AG nun wieder in Händen von Südtirolern befindet, wobei die Stiftung 73,81% und die Südtiroler Sparkasse AG weitere 5% des Kapitals kontrollieren.

Der 115 Mio. Euro Coup kann somit als letztes Kapitel in der turbulenten Beziehungsgeschichte mit der ehemaligen Volksbank von Lodi bezeichnet werden, wobei der nun erfolgte Rückerwerb letztendlich als ein außerordentlich gelungenes Geschäft für die Stiftung bezeichnet werden kann. Seit dem Jahr 2000 - so Stiftungspräsident Dr. Brandstätter nicht ohne Stolz - hat die Stiftung die eigene Bankbeteiligung um ca. 15% auf 73,8% erhöht und Zug um Zug das Reinvermögen fast verdoppelt. Somit kann heute, auch Dank der starken Expansion der Bank AG (die Schalteranzahl wurde allein in den letzten Jahren von 75 auf 100 erhöht) der effektive Beteiligungswert der Stiftung an der Tochtergesellschaft auf über 1.000 Mio. Euro geschätzt werden. In diesem Zusammenhang erinnerte Dr. Brandstätter daran, dass die Stiftung, gemäß dem "Ciampi Gesetz", im Jahre 2002 ihren Beteiligungsgrad, an der Bank durch den Verkauf eines 20%igen Aktienpaktes an die Volksbank von Lodi, auf unter 50% senkte. Mit der Veräußerung der Aktienanteile wurde zwar ein außerordentlich hoher Verkaufserlös erzielt, man erhöhte aber gleichzeitig die Gefahr einer möglichen Übernahme durch die von Gianpiero Fiorani geleitete Volksbank die Lodi. Dank der guten Kontakte zur Bayerischen Landesbank gelang es der Stiftung jedoch, deren an der Sparkasse gehaltenen Beteiligung (10%) zu einem Vorzugspreis rückzuerwerben und dadurch die Kontrollbeteiligung an der Sparkasse wieder zu konsolidieren. Spätestens seit der Novellierung des "Ciampi-Gesetzes" sowie der einschneidenden Veränderungen in der Eigentumsstruktur der Volksbank von Lodi konnte die Stiftung die Bindung zur selben - die mittlerweile in die Volksbank von Verona integriert worden war - schrittweise auflösen. Vor knapp einem Jahr, gleichfalls im Dezember, gelang es die ersten 10% der veräußerten Aktienanteile zurückzukaufen, wobei in Folge die seinerzeit beanstandete gesellschaftsrechtliche Nebenabrede (Patto parasociale) seine Wirksamkeit verlor. Der heute unterfertigte Kaufvertrag kann somit als Kür dieser Entwicklung gesehen werden, wobei es Stiftungspräsident Dr. Brandstätter durch geschicktes Verhandeln gelang, die letzten 9,99% der vom Banco Popolare gehaltenen Sparkassenbeteiligung in aller Stille vor Weihnachten nach Bozen zurückzuholen: Einmal Lodi und zurück! Unter diesem Motto wurden heute, im Rahmen einer Pressekonferenz, die Eckdaten des Kaufvertrages vorgestellt: Vor knapp fünf Jahren wurde die Aktien um 504,00 Euro verkauft und heute zum Paketpreis von 321,00 Euro pro Aktie wieder erworben. Wen wundert's bei diesen Zahlen, dass die Stiftung neben der Autonomen Provinz Bozen zum größten privaten Förderer des Landes aufsteigen konnte. Allein das Tätigkeitsprogramm der Stiftung für das Jahr 2008 sieht Zuwendungen in Höhe von 12 Mio. Euro vor!Im Zuge der Pressekonferenz deutete Präsident Dr. Brandstätter noch an dass die Stiftung wie auch die Bank AG daran denken, die Bevölkerung an dieser Wertsteigerung der Südtiroler Sparkasse teilhaben zu lassen, wobei er ausgangs des Medientreffens andeutete, dass es diesbezüglich im Jahr 2008 mit hoher Wahrscheinlichkeit "aufregende Entwicklungen" geben werde.

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