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Gastwirte müssen sich beeilen - Einreichtermin ist der 31. März 2008


Der Wettbewerb "Der historische Gastbetrieb des Jahres in Südtirol" jährt sich heuer zum dritten Mal. Das rege Interesse in der Bevölkerung hat die Stiftung Südtiroler Sparkasse, das Landesdenkmalamt und den Hoteliers- und Gastwirteverband dazu veranlasst, ihr Gemeinschaftsprojekt zu institutionalisieren, d.h. alljährlich auszuschreiben, um es im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Die Prämierung der bisherigen Sieger - das Hotel "Drei Zinnen" in Sexten im Jahre 2006 und das "Parkhotel Holzner" in Oberbozen im Jahre 2007 - haben dazu geführt, dass historische Gastbetriebe wieder vermehrt Anerkennung und landesweite Beachtung finden.
Das breite Medienecho, aber auch die Mundpropaganda haben sicherlich dazu beigetragen, den Bekanntheitsgrad der Bewerber und ihrer Hotels zu fördern. Gleichzeitig hat die Wettbewerbsbroschüre und die darin publizierten Teilnehmer bewirkt, dass Menschen aus allen Herren Länder eigens zwecks Besichtigung der historischen Bauten angereist sind.Darüber hinaus wollten die drei Träger der Initiative Gastwirten, Architekten bzw. der Bevölkerung im Allgemeinen die Augen für die Schönheit historischer Bauwerke öffnen und ihnen nahe legen, bewusster mit dem wertvollen Kulturgut des Landes umzugehen.Gerade historische Gastbetriebe und Restaurants gehören denkmalpflegerisch gesehen zu den besonders gefährdeten Bauwerken. Eine starke Abnutzung durch die Vielzahl an Gästen, die Forderung nach Erneuerung und Anpassung an Sicherheits-, Gesundheits- und Gesetzesvorgaben und ein vielfacher Besitzer- und Pächterwechsel, die "neuen Schwung" in das Unternehmen bringen möchten, haben viele historische Gastbetriebe in ihrer ursprünglichen Konzeption verändert. Zahlreichen Eingriffe, die oft ohne historisches Verständnis durchgeführt wurden, haben oft dazu geführt, dass viele Bauten von ihrem Flair verloren haben. Aber genau dieses Flair, die historische Atmosphäre ist eine besondere Komponente, die ein Hotel gewinnbringend von dem Normalen abhebt. Gerade im Zuge der Globalisierung gewinnen historische Gebäude, die die Kultur unseres Landes widerspiegeln, an Beliebtheit. Die Sehnsucht nach dem Alten ist dabei nicht nur Ausdruck einer Nostalgie, sondern die Suche nach Identität, nach gemeinsamen Werten und Inhalten. Trotz aller Probleme der Modernisierung und Erneuerung, die auch in Südtirol anzutreffen sind, werden viele historische Gastbetriebe mit großem kulturellem Verantwortungsbewusstsein weitergeführt, sodass sie, trotz Ergänzungen, Erweiterungen oder Zubauten noch heute den Charme vergangener Zeiten verströmen. Dabei bedeutet "historisch" nicht unbedingt einen Widerspruch zwischen dem denkmalpflegerischen Schutz und einer wirtschaftlichen Nutzung, d.h. einer Anpassung an die modernen Bedürfnisse. Viele Gastwirte und Architekten haben mit einem feinen Gespür für die Ästhetik der historischen Bausubstanz dem Gastbetrieb nicht ihren eigenen Stempel aufgedrückt, sondern sich vielmehr vom Charakter der vergangenen Architektur und der individuellen Geschichte des Hauses inspirieren lassen. Für den Wettbewerb bedeutet dies, dass eine Einheitlichkeit des Stils nicht unbedingt Voraussetzung ist. Allerdings müssen sich eventuelle An- und Umbauten nahtlos dem Altbestand eingliedern bzw. um es mit den Worten des griechischen Philosophen Heraklit auszudrücken "die Schönheit (des Gastbetriebs) muss in der harmonischen Einheit" bestehen. Die Hauptkriterien sowie das Anmeldeformular dieses prestigeträchtigen Wettbewerbes können Sie unter der Internetadresse der Stiftung, www.stiftungsparkasse.it, abrufen.Interessierte Gastwirte können sich noch bis zum 31. März d.J. am Wettbewerb der Stiftung Südtiroler Sparkasse, des Denkmalamtes und des Hoteliers- und Gastwirteverbandes beteiligen

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