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Hilfsgelder in Höhe von 25.000,- Euro für Friedensnobelpreisträgerin Shirin EbadiMit dem heute am Sitz der Stiftung Südtiroler Sparkasse erfolgten Besuch der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi hatte Stiftungspräsident Gerhard Brandstätter die Möglichkeit wahrgenommen, seine Achtung und Wertschätzung für ein Leben im Kampf um mehr Menschenrechte auszudrücken. Im Zuge der Unterredung wurde Frau Ebadi ein Spendenbetrag in Höhe von 25.000,- Euro, stammend aus dem gemeinnützigen Hilfsfond der Stiftung, ausgehändigt, der in ihrem Heimatland zugunsten unterdrückter, benachteiligter Frauen eingesetzt werden wird.
Die Scheckübergabe bildete den Abschluss ihres Südtirol-Aufenthalts, nachdem die Nobelpreisträgerin in den Vortagen sowohl in Meran (anlässlich des Ersten Internationalen Kongresses der Frauenmuseen) als auch in Bruneck zum Thema "Mein Iran. Ein Leben zwischen Revolution und Hoffnung" referierte. In anschaulicher Weise berichtete Shirin Ebadi über Verfolgungen, Verhaftungen und Misshandlungen von Frauen in ihrem Heimatland, einer Situation wie wir sie zum Bruchteil aus Fernsehdokumentationen und Zeitungsreportagen kennen. "Der finanzielle Beitrag der Stiftung ist ein große Hilfe für meinen Kampf um mehr Rechte für Frauen und Kinder", meinte Shirin Ebadi und fügte hinzu: "In fundamentalistisch regierten Staaten werden Frauen nicht geachtet, aber nicht, weil der Islam dies vorschreibt, sondern weil die Männer den Koran falsch interpretieren". Stiftungspräsident Gerhard Brandstätter, der sich tief beeindruckt von dem unermüdlichen Einsatz dieser Frau im Kampf um mehr Rechte von Frauen und Kindern zeigte, erklärte, dass die Notwendigkeit kultureller Veränderungen, d.h. das verstärkte Streben nach den Grundsätzen des Menschenrechts auch in muslimischen Staaten unabdingbar sei. "Der Respekt vor dem Leben und die Würde des Menschen müssen in allen Kulturen gutgeheißen werden. Leider sind mit Demokratiedefiziten orientierte Staaten oft nicht gewillt, die Menschenrechte einzuhalten, vielfach aus Angst, ihre diktatorische Herrschaft könnte in den Grundfesten erschüttert werden." Shirin Ebadi, die 1969 ihr Studium der Rechtswissenschaften in Teheran abschloss, wurde die erste Richterin in der Geschichte des Iran, musste jedoch als demokratische Frau in einem muslimischen Staat ihr Amt 1979 niederlegen, Seither kämpft sie für eine gleichberechtigte Rolle von Frauen und für mehr Rechte von Kindern in fundamentalistisch regierten Ländern. Aufgrund ihres vorbildhaften sozialen Engagements wurde sie im Jahre 2003 als erste muslimische Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

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