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Die Hutterer - eine Wanderausstellung


Die Wanderausstellung "Verbrannte Visionen", organisiert vom Kulturreferat der Marktgemeinde St. Lorenzen, dem Stadtmuseum Klausen und dem Museum Schloss Tirol in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte der Universität Innsbruck, zeichnet das Schicksal der im 16. Jahrhundert aus Tirol vertriebenen Hutterer sowie die sozialhistorische Situation in jener Zeit in eindringlicher Weise nach. Mit einem erheblichen Beitrag unterstützt die Stiftung Südtiroler Sparkasse dieses Projekt und unterstreicht damit die Wichtigkeit, ein längst vergessenes Kapitel in der Tiroler Geschichte den Menschen wieder in Erinnerung zu rufen. Jakob Hutter, in Moos bei St. Lorenzen im Pustertal geboren, war der Gründer dieser christlich reformatorischen Glaubensbewegung, die gemäß einem urchristlichen Ideal in Gütergemeinschaften lebte.
Die Hutterer, zur religiösen Bewegung der Täufer gehörend, anerkennen lediglich die Taufe mündiger Gläubiger, die gemäß ihrer persönlichen Überzeugung bereits sind, dieses Sakrament zu empfangen. Im Zuge der Gegenreformation begannen wahre Hetzjagden auf die Hutterer, die sich anfangs noch an versteckten Orten trafen, im Zuge des Verfolgungsdrucks immer häufiger in das tolerantere Mähren, später vor allem in die USA und nach Kanada auswanderten. Heute zählt die Glaubensgemeinschaft noch rund 30.000 Mitglieder, die in mehr oder weniger abgeschiedener Lebensweise und mit jahrhundertealten Traditionen als ein gut funktionierendes Gemeinwesen bestehen.
Die Ausstellung wird am 19. August d.J. auf der Michaelsburg in St. Lorenzen eröffnet und dauert bis zum 26. Oktober. Im Jahre 2009 wird sie im Stadtmuseum Klausen zu besichtigen sein und im Herbst 2009 auf Schloss Tirol.

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