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Die Gleichgewichtsfähigkeit auf dem Prüfstand


Die „Inverted funicular bridge" von Simon Starling wurde im Museion eröffnet!
Am 3. Juli wurde die „Inverted funicular bridge" des Biennale-Künstlers Simon Starling im Museion eröffnet. Viele Besucher gingen an diesem Abend über die spektakuläre Konstruktion aus Hanfseilen und Kunstharz und prüften ihre Gleichgewichtsfähigkeit. Darunter waren auch die Landesrätin für Deutsche Schule und Kultur, Denkmalpflege, Bildungsförderung und Berufsbildung, Sabina Kasslatter Mur und der Präsident der Stiftung Südtiroler Sparkasse, Gerhard Brandstätter.

In „Inverted funicular bridge" unterzieht Simon Starling. Der am Tag der Eröffnung anwesend war, die verwendeten Elemente einer Umkehrung. Die Brücke, die erst in der Luft hängt und dann umgekehrt auf der Erde aufliegt, wird zur architektonischen Struktur und scheint die Funktionen von Decke und Fußboden auszutauschen Historische Bezugspunkte dieses Projekts sind die Ingenieurleistungen von Architekturpionieren wie Frei Otto (dem Erfinder der Membrankonstruktionen) oder Antoni Gaudì. Von ihnen übernimmt der Künstler eine Technik, wie man Strukturen entstehen lässt, die luftig und leicht, gleichzeitig aber stark und funktional sind.
Aber auch diese Bezüge werden auf den Kopf gestellt: Die Arbeiten der architektonischen Vorläufer basierten auf „starken" Materialien, also Metallen, Stein und Zement. Starling hingegen verwendet eine Pflanze, eben Hanf. Die Strukturen von Frei Otto waren das Ergebnis komplexer Berechnungen. Die Wölbung von Starlings Brücke ist dagegen von der Schwerkraft bestimmt. Der Künstler hat „Inverted funicular bridge" deshalb als „architektonisches Element minimalen Energieaufwands" bezeichnet.
Simon Starling (geb. 1967 in Epsom, GB) lebt und arbeitet in Kopenhagen. Er studierte an der School of Art von Glasgow. 2005 wurde er mit dem Turner Prize, dem renommiertesten britischen Kunstpreis, ausgezeichnet. Seit 2003 unter¬richtet er an der Städelschule in Frankfurt am Main. Derzeit stellt Simon Starling auf der 53. Biennale von Venedig im Palazzo Esposizioni aus.

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