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Parkhotel Laurin und Berghotel Zirmerhof sind die historischen Gastbetriebe 2010


Die Stiftung Südtiroler Sparkasse, das Landesdenkmalamt der Autonomen Provinz Bozen und der Hoteliers- und Gastwirteverband ernannten im Rahmen einer Pressekonferenz am 9. Oktober 2009 zum vierten Mal den Sieger des Wettbewerbs „Der historische Gastbetrieb des Jahres in Südtirol". Die Jury traf dieses Jahr eine überraschende, aber überzeugende Entscheidung, denn erstmals wurde die begehrte Auszeichnung an zwei Gastbetriebe verliehen. So entschieden sich die Juroren zugleich für das wohl bekannteste und renommierteste Traditionshotel der Landeshauptstadt, das Parkhotel „Laurin" sowie für den malerischen, von außerordentlicher historischer Kontinuität geprägten Berggasthof „Zirmerhof" in Oberradein.

Stiftungspräsident RA Dr. Gerhard Brandstätter, der die Pressekonferenz in den repräsentativen Räumen des Parkhotels „Laurin" im Beisein des Landeshauptmannes Dr. Luis Durnwalder, des Ressortdirektors für Landwirtschaft und Tourismus Dr. Albert Wurzer, der Jurymitglieder und einiger Stiftungs- und Medienvertreter feierlich eröffnete, fand bei seiner Einführung wieder lobende Worte für die Wettbewerbssieger und unterstrich mit der Übergabe der Urkunde und der Bronzetafel „Der historische Gastbetrieb 2010 in Südtirol" deren kulturhistorisches Verantwortungsbewusstsein und Engagement zur Erhaltung wichtiger Kulturdenkmäler. Nach Aussage des Präsidenten kamen die Juroren dieses Jahr erstmals zu dem Ergebnis, den ersten Preis ex aequo an das Parkhotel Laurin (in Besitz von Dr. Franz Staffler) und das Berghotel Zirmerhof (in Besitz der Familie Perwanger) für die gelungene Symbiose zwischen innovativem Hotelkonzept und dem Erhalt der historischen Bausubstanz zu verleihen. Ressortdirektor für Landwirtschaft und Tourismus Dr. Albert Wurzer stimmte in die Laudatio ein, indem er auf die Vielfalt an historischen Gastbetrieben in Südtirol hinwies, die einen unschätzbaren Wert für die Lebensqualität der Menschen und für die Wirtschaft im Allgemeinen darstellen würden. Dies unterstrich auch Walter Meister, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes mit dem Hinweis, dass dieses Erbe nicht reproduzierbar sei. Dr. Roland Flückiger Seiler, stellvertretender Konservator der Stadt Bern pflichtete dem bei und unterstrich Meisters Aussage mit den Worten: „Historische Gastbetriebe bedürfen konstanter Umänderungen und Erweiterungen. Jedoch darf dies nicht Zerstörung des Bestandes bedeuten, sondern vielmehr Ergänzung und Bereicherung, gespeist aus einem Traditionsbewusstsein, das die Atmosphäre des Hauses bewahrt." Dr. Helmut Stampfer, ehemaliger Landeskonservator für Südtirol, verwies dabei auf die bisherigen Preisträger, denen allen eine gelungene Symbiose zwischen Tradition und Innovationsbewusstsein geglückt sei. „Bei allen architektonischen Unterschiedlichkeiten haben alle ausgezeichneten Gastbetriebe, ihre Achtung vor dem historischen Bestand gezeigt, indem sie immer sanfte Modernisierungsmaßnahmen durchführten", äußerte sich auch der ehemalige Landeskonservator für Südtirol. Sein Nachfolger Dr. Leo Andergassen erläuterte, dass man dies vorbildhaft an den beiden diesjährigen Wettbewerbssiegern ablesen könne, die in ihrer äußeren Erscheinung unterschiedlicher nicht sein könnten, beide jedoch einen Teil von Südtirols Kulturgeschichte widerspiegeln würden. So zähle - bei nahezu gleich langer Geschichte - das Parkotel „Laurin" mit seinen herrschaftlichen Sälen, seiner imposanten Außenfassade, der ausgedehnten Parkanlage und den Jugendstilfresken zu einer ganzen Reihe von Großhotels aus der Zeit der Belle Epoque, während der „Zirmerhof" mit seinen holzgetäfelten Stuben, dem ländlichen Mobiliar und seiner Eingliederung in das Grün der Landschaft zur typisch alpinen Hotelarchitektur gehöre. Ob Großhotel oder Berggasthof - wichtig seien die unverwechselbare Atmosphäre und der Charme von historischen Betrieben, die immer mehr von Gästen aus aller Welt besucht würden, so Dr. Andrea Zeppa, Vizepräsident der Stiftung Südtiroler Sparkasse. Dem pflichtete Projektkoordinator und Architekt Wolfgang von Klebelsberg bei und bemerkte, dass immer mehr Gastwirte und Gäste den Wert des historischen Hotellerieerbes erkennen würden und dementsprechend die allgemeine Wertschätzung kontinuierlich zunehme, was letztendlich auch das Ziel dieses Wettbewerbes sei. Dies unterstrich Dr. Franz Caramelle, ehemaliger Landeskonservator von Tirol mit den Worten: „Solche Auszeichnungen fördern und sensibilisieren das ästhetische Empfinden der Gastwirte und tragen das kulturelle Bewusstsein in die breite Öffentlichkeit." Arch. Dr. Peter Plattner, der als Jurymitglied und Vertreter der Architektenkammer vertreten war, hielt hierzu fest, dass gerade weil unser landwirtschaftliches Grün landauf, landab immer mehr verbaut werde, der Wettbewerb eine wichtige Initiative sei, welche alternatives Handeln prämiere und gleichzeitig die Menschen für das Schöne sensibilisiere. Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder ergänzte zum Schluss, wie wichtig es sei, jeden Einzelnen darin zu bestärken, stolz auf die Kulturgüter und das Naturerbe unseres Landes zu sein und Verantwortung hinsichtlich der Erhaltung und Pflege zu entwickeln.
Weiterer Presseartikel: www.suedtirol.info/presse

 

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