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Prototypen einfach ausdrucken - Stiftung ist Projektpartner


Am Anfang steht der Prototyp. Ohne den geht nichts in der Produktentwicklung. Dass man aber Prototypen jedes beliebigen Produkts einfach ausdrucken kann, ist wirklich innovativ, nützlich, schnell und vergleichsweise preiswert. Im Rapid Prototyping Lab des TIS innovation park ist genau dies möglich. Im Rahmen einer Pressekonferenz, am 18. Februar wurde das Rapid Prototyping Laboratory des TIS der Öffentlichkeit vorgestellt.


Rapid Prototyping ist - wie der Name schon sagt - ein Verfahren zur schnellen Herstellung von Prototypen. Im TIS können so genannte „konzeptionelle Prototypen" hergestellt werden. Sie dienen in erster Linie dazu, Ideen zu visualisieren und „begreifbar" zu machen. Kunden, die ein Produkt kaufen wollen, können sich mit Hilfe des Modells schneller und einfacher entscheiden. Solche konzeptionellen Prototypen sind daher nicht nur für Industriebetriebe interessant, sondern auch für Architekten, Designer oder Bildhauer, die vor allem die ästhetische Wirkweise ihres Produkts checken wollen.

Der 3D-Drucker im TIS funktioniert im Prinzip wie ein sog. Digitaldrucker, der Word-Dokumente in Form von Tinte auf Papier spritzt, nur, dass nicht auf Papier, sondern auf Keramikpulver gedruckt wird und zwar nicht mit Tinte, sondern mit buntem Klebstoff. Zeile für Zeile - oder besser gesagt: Schicht für Schicht - entsteht dann vor dem Auge des Betrachters ein dreidimensionales Objekt, das am Ende des Druckvorgangs vorsichtig aus einem Becken voll Keramikpulver ausgegraben werden muss. Das überschüssige Pulver wird dabei abgesaugt und wird beim nächsten Druck wieder verwendet. Sobald der Kleber durchgehärtet ist, wird das Modell abgestaubt und nachbehandelt (infiltriert), damit es robuster wird und die Farben schön zur Geltung kommen.

Ein Druckvorgang eines 3D-Druckers dauert - je nach Größe des Objekts - mehrere Stunden. Es dauert zum Beispiel etwa eine Stunde, um zwei Zentimeter Höhe in voller Drucker-Breite zu bedrucken. Der händische Bau eines Modells hingegen kann schon mal ein paar Wochen in Anspruch nehmen.
Der Zeitgewinn, den Unternehmen und Designer durch Rapid Prototyping verzeichnen, ist für deren Wettbewerbsfähigkeit mittlerweile unerlässlich, denn moderne Konsumenten wollen immer schneller neue Produkte. Die Zeit, die ein Konsument ein Produkt benutzt, hatte sich bereits im Jahr 2000 gegenüber dem Jahr 1980 halbiert. Im gleichen Zeitraum hatte sich die Produktkomplexität verdoppelt. Kurz gesagt: Kunden wollen in immer schnellerer Abfolge immer mehr Produkte, die immer mehr können. Um die Südtiroler Unternehmen in der Bewältigung dieser Aufgabe zu unterstützen, wurde daher der 3D-Drucker, mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse, im TIS innovation park angeschafft.
Während Rapid Prototyping für große Unternehmen - insbesondere in schnellebigen Branchen - mittlerweile zum Alltag gehört, besteht vor Allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen häufig Nachholbedarf. Der 3D-Drucker im TIS innovation park wurde angeschafft, um die Südtiroler Unternehmen zu sensibilisieren und ihnen günstig Zugang zu dieser modernen Technologie zu ermöglichen

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