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The Glocal Rookie 2010


Marco Querin (Mailand, 1978) - so heißt der Gewinner der zweiten Ausgabe des im Rahmen der internationalen Kunstmesse KunstArt 2010 mit der Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse vergebenen Kunstpreises „The Glocal Rookie of the Year".
Die bemerkenswert hohe Qualität der vorgestellten Werke war wohl besonders den ausstellenden Galerien zu verdanken, welche die jungen Künstler präsentiert haben.
„The Glocal Rookie of the Year" richtet sich an Künstler unter 35 Jahren und ist ein wesentlicher, von Besuchern und Ausstellern hoch geschätzter Bestandteil von KunstArt. Der Name des Preises entstand in Anlehnung an die amerikanische Gepflogenheit, bei Sportwettkämpfen auch die besten Neulinge (Rookies) zu prämieren. Der Zusatz „glocal" steht für die Grundformel des Preises: Die Kombination von Bodenständigkeit und fruchtbarem Dialog auf globaler und internationaler Ebene.

Querin wurde von Giovanna Simonetti in ihrer Mailänder Galerie Studiò vorgestellt und sicherte sich mit seinem werk „Fuck all your guns" - eine visuell und inhaltlich klare Aussage gegen den skrupellosen Einsatz von Waffen - den Preis von 5.000 Euro. Es handelt sich bei „Fuck all your guns" um die Fotografie eines Jungen mit einer Wasserpistole, die der Künstler mit Stoff und Wollgarn bearbeitet hat. Der Kurator des Preises, Valerio Dehò meint: „Der Realismus der Fotografie wird mit einer Herangehensweise abgemildert, die an den langsamen Entstehungsprozess handgefertigter Erzeugnisse erinnert. Es ist, als ob die Zeit verlangsamt würde, damit sich die Wirkung der Message besser entfalten kann."
Der Betrachter wird gekonnt und wirksam visuell wie emotional zur Auseinandersetzung mit einem komplexen und stets aktuellen Problem aufgefordert. „Fuck all your guns" erhielt nicht nur den Geldpreis, sondern wird zusätzlich das Aushängebild für die nächste Ausgabe von KunstArt - so, wie es bereits „1" von Sabine Delafon war.
Der zweite Preis ging an 1986 geborenen Marokkaner Younes Baba Ali, der mit der belgischen Galerie Arte Contemporanea seine Videoinstallation „Tic Nerveux" vorgestellt hat - ein Triptychon, in dem auf nervöse und obsessive Art das alltägliche, so weit verbreitete zwanghafte Klicken am Kugelschreiber ständig wiederholt wird. Drei verschiedene Hände, drei verschiedene Kugelschreiber und drei Geräusche, die sich mal überlagern, mal abwechseln, zwingen uns zum Nachdenken über die Neurosen, die im Westen den Rhythmus angeben. Younes Baba Ali erhielt von der Stiftung Südtiroler Sparkasse ein Preisgeld in der Höhe von 2.000 Euro und sicherte sich einen Platz als Gastkünstler bei Kunst Merano Arte.

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