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12.000 Nachwuchsforscher auf nächtlicher Mission


Die Lange Nacht der Forschung verdoppelt ihre Besucherzahl
"Zunehmende Bewölkung, leicht auffrischender Wind von Nord-West". Wettervorhersage von Luca, 9 Jahre: Gemeinsam mit den Meteorologen des Hydrografischen Amts hat der kleine Nachwuchswissenschaftler während der Langen Nacht der Forschung am gestrigen Freitag Abend Luftfeuchtigkeit und Temperaturkurven analysiert und seinen ersten eigenen Wetterbericht erstellt. Insgesamt haben 140 interaktive Stationen kleine und große Forschergeister fasziniert. Von 17 - 24 Uhr waren 12.000 Menschen auf Forschungsmission in der Südtiroler Landeshauptstadt unterwegs - doppelt so viele, wie bei der ersten Ausgabe vor zwei Jahren. Alle konnten sie Wissenschaft sehen, hören, fühlen und sogar riechen und schmecken.

An Bord von Gratis-Shuttlebusse sind die Forschungshungrigen zu den 14 Forschungsstandorten von Kardaun, über die Industriezone bis zum Bozner Krankenhaus gelangt. 500 Wissenschaftler und Techniker ließen sich dort in die sonst versteckten Labor, Werk- und Denkstätten schauen und steckten die Besucher mit ihrer Begeisterung für ihre tägliche Forschungsarbeit an. „Ich wusste gar nicht, dass wir in Bozen solche Hightech-Unternehmen haben, die für den Weltmarkt produzieren", staunt Michele Monti, ein faszinierter Besucher der Langen Nacht, als ihm bei Microgate die Technologie vorgeführt wird, mit der die Bozner Firma Spiegel für NASA-Teleskope produziert.
Zur gleichen Zeit begeben sich Nachwuchsdetektive mit der Bozner Stadtpolizei auf die Jagd nach Dokumentenfälschern. Andere Wissensdurstige bestimmen mit den Biologen des Naturmuseums Heilpflanzen, testen an der Claudiana mit Hilfe neuster Reha-Geräte ihren Orientierungssinn und errechnen mit dem Ökoinstitut ihren ökologischen Fingerabdruck.
Zu gewinnen gab es für alle neue Einblicke, Eindrücke und Erfahrungen - für die Besucher und auch für die Forscher selbst. Die Sieger des Videowettbewerbs „Science is in the Air" Elisa Marchesi, Mattia Frassinella und Giulia Pedrotti konnten zusätzlich einen IMAC, ein MACBOOK und ein IPHONE mit nach Hause nehmen. Der Publikumspreis - ein IPAD - ging an Simone Campara.
Der riesige Zuspruch für die Veranstaltung zeigt, so finden die Organisatoren EURAC, Freie Universität und TIS, dass bei der Südtiroler Bevölkerung großes Interesse an Forschung und Wissenschaft besteht. Ebenso war man sich einig, dass der Erfolg der Langen Nacht der Forschung vor allem auf die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen zurückzuführen sei. In diesem Jahr sei es zudem gelungen neue Partner mit ins Boot zu holen - neben Fraunhofer Research Italia, dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, der Claudiana und dem Hydrografischen Amt auch die Rettungsdienste 118 und Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico, den Bergrettungsdienst, das Rote und das Weiße Kreuz, die eine spektakuläre Rettungsaktion in der Talfer simuliert hatten.
Im Jahr 2012 soll es die nächste Lange Nacht der Forschung geben - vielleicht mit noch weitere Forschungsstandorten.
Förderpartner der Langen Nacht der Forschung waren die Europäische Union, die Provinz Bozen und die Stiftung Südtiroler Sparkasse. Die Schirmherrschaft für das Science-Event trug die Stadtgemeinde Bozen.

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