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Franz Küberl spricht über Armut und Armutsbewältigung


Die Stiftung Südtiroler Sparkasse und die Caritas der Diözese Bozen-Brixen laden den österreichischen Caritas-Präsidenten am 23. Februar 2011 nach Bozen ein, um sein neues Buch vorzustellen. Beginn um 18 Uhr in der „Sparkasse Academy Cassa di Risparmio"
„Wer meistert das Leben schon ohne Hilfe?", steht als Titel über dem Vortragsabend mit dem österreichischen Caritas-Präsidenten Franz Küberl am 23. Februar 2011. Er kommt auf Einladung der Stiftung Südtiroler Sparkasse sowie der Caritas nach Bozen, um dabei sein neues Buch „Mein armes Österreich. Und wie es reicher sein könnte" vorzustellen und über Armutsbekämpfung in Österreich, Südtirol und in anderen Teilen der Welt zu sprechen.
„Armut in Österreich hat ähnliche Gesichter wie Armut in Südtirol", erklären Stiftungspräsident Gerhard Brandstätter und Caritas Direktor Heiner Schweigkofler unisono. „Auch in Südtirol müsse man daher das Thema „Armut" stärker ins Rampenlicht rücken". Die im vergangenen Herbst veröffentlichte Studie des Landesinstitutes für Statistik zu den armutsgefährdeten Personen und Haushalten in Südtirol zeigt folgende Daten auf: wurden im Jahr 2003 noch 14% der Südtiroler Bevölkerung als armutsgefährdet eingestuft, so sind es jetzt bereits 16%. In Südtirol sind mehr als 80.000 Menschen von relativer Armut betroffen. Die Armutsgefährdeten leben in 36.000 Haushalten. Wenn ein Haushalt weniger als 60% des Durchschnittswertes eines vergleichbaren Haushaltes zur Verfügung hat, besteht Armutsgefahr.

Das österreichische Wirtschaftsmagazin „Trend" hat Franz Küberl 2009 zum „Mann des Jahres" gekürt und erklärend gemeint, dass Küberl besonders in der Zeit der Wirtschaftskrise Anwalt für all jene sei, die in die Armutsfalle geraten sind. Im vergangenen Jahr hat die österreichische Journalistin Barbara Toth den Caritas-Präsidenten bei vielen Besuchen an die „gesellschaftlichen Bruchstellen" Österreichs begleitet und Küberls Gedanken aufgezeichnet. Küberl möchte mit diesem Buch einen Anstoß geben zum Nachlesen, Nachgehen und Mitbauen an einer besseren, weniger auseinanderdriftenden Gesellschaft. Er ist überzeugt: „Bei der Caritas kann man viele Erfahrungen sammeln von Menschen, die vor den Scherben ihres Lebens stehen oder in den Wirren mitmenschlicher Unfähigkeit hängen bleiben. Diese Erfahrungen möchte ich weitergeben. Es geht mir aber auch darum, Wege aus der Not aufzuzeigen, die der Staat, die Gesellschaft, die wir alle beschreiten können." Er weiß aus dem Arbeitsalltag: „Durch die Krise ist Armut bis in den unteren Mittelstand vorgedrungen. Fragen wie: ‚Kann ich mit meinem Einkommen noch meine Wohnung bezahlen?' - oder: ‚Wie sicher ist meine Arbeit?' tauchen immer öfter auf." Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler, der die Südtiroler Aspekte dieser Armut bestens kennt, hält hierzu fest, dass die „Auslöser von Armut in Österreich und Südtirol dieselben sind: Arbeitslosigkeit, geringes Einkommen, steigende Kosten bei Wohnung, Bildung und Gesundheit. Dazu kommen körperliche und seelische Überforderung, körperliche Gebrechen und Akutsituationen wie Trennung und Scheidung." Und Küberl meint abschließend: „Die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens wird in Krisensituationen porös und brüchig. Fällt ein Dominostein, fallen oft alle. Dem können und müssen wir etwas entgegensetzen."
Der Vortragsabend mit Buchvorstellung beginnt am 23. Februar 2011 um 18.00 Uhr im neuen Tagungssaal der „Sparkasse Academy Cassa di Risparmio" in der Sparkassenstraße 16 in Bozen. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung unter der Telefonnummer 0471 316017 erforderlich. Nach der Buchvorstellung steht Franz Küberl für Fragen zur Verfügung. Interessierte können das Buch beim Vortrag erwerben und vom Autor signieren lassen.

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