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Technologische und kulturelle Innovationen für Italien


Wettbewerb „enertour 4 university students" prämiert 18 „grüne" Ideen
Autobahnen mit Windrädern ausstatten, um die Luftbewegungen der Autos zu nutzen, Photovoltaikdünnschichten auf Eisenstrukturen und ein Mentalitätswechsel bei Technikern und Planern: technologische und kulturelle Innovationen sind das Erfolgsrezept, um Italien energieunabhängiger zu machen, sind sich die jungen Ingenieure und Architekten einig, die am Wettbewerb „enertour 4 university students" teilgenommen haben. Gestern Abend trafen sich die 18 Gewinner mit dem TIS Team und der Stiftung Südtiroler Sparkasse, die den Wettbewerb gemeinsam organisiert haben. Auch der Landesrat für Innovation Roberto Bizzo ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, den „grünen" Gehirnen zu gratulieren.

Der Wettbewerb „enertour 4 university students" hat Studenten technischer Fakultäten dazu aufgefordert, Ideen und Zukunftsentwürfe über die Energieproduktion im Jahr 2030 in Italien einzureichen. Giuseppe Petruzzella, Student am Politecnico in Bari, stellt sich dazu etwa kombinierte Photovoltaik-Windkraft-Module entlang des 5000 km langen italienischen Autobahnnetzes vor, sowie eine Photovoltaikdünnschicht, die man wie eine Art Lack auf Eisenstrukturen im Baubereich streichen kann. Die Studentin Irene Guercio der Università Politecnica in den Marken hingegen stellt sich einen Mentalitätswechsel bei Technikern vor, die, so die Studentin, „kurzsichtig sind, was nachhaltige und emissionsneutrale Baulösungen betrifft". Die Studenten sind sich einig darüber, dass eine Kultur der grünen Technologien in Italien gefördert werden muss. Nur so könne sich das Land den Herausforderungen der Zukunft stellen.
Die 18 Gewinner des Wettbewerbs wurden mit einer zweitägigen Reise ins KlimaLand Südtirol belohnt: eine enertour brachte sie zu innovativen Energieanlagen in Südtirol, ins Institut für Erneuerbare Energien der EURAC, wo sie sich mit den Forschern austauschen konnten, und zum Unternehmen Leitwind (Gruppe Leitner-Seeber) nach Sterzing. „Wir haben das KlimaLand Südtirol und seine Vorzeige-Unternehmen aus dem Energiebereich mit den Studenten der Architektur und der Ingenieurswissenschaften aus rund sieben Regionen Italiens vernetzt", sagt TIS Präsident Nikolaus Tribus, der ergänzt: „Durch diesen Wettbewerb konnten Erfahrungen und Wissen zwischen jungen Talenten und Südtiroler Akteuren aus dem Energiebereich ausgetauscht werden." Auch Gerhard Brandstätter, Präsident der Stiftung Südtiroler Sparkasse und Mit-Initiator des Wettbewerbs, ist erfreut über den Ausgang des Wettbewerbs: „Die Stiftung ist bemüht, Schüler und Studenten für Umwelt-Themen zu sensibilisieren, und das Projekt enertour zielt genau darauf ab."
Die eingegangenen Projekte beschäftigten sich vor allem mit Photovoltaik- oder Windkrafttechnologien, einige aber griffen auch Themen wie Biogas, dezentralisierte Energieproduktion und solarthermische Kraftwerke auf. Alle Projekte unterstrichen die Wichtigkeit einer Energieproduktion, die verschiedene Energiequellen kombiniert und dabei jene bevorzugt, die erneuerbar und umweltfreundlich sind.
„Ich bin sehr froh zu sehen, dass die Südtiroler Energiepolitik mit den mutigen Visionen der Ingenieure von morgen durchaus mithalten kann", sagt Innovationslandesrat Roberto Bizzo. „Auch für uns war es lehrreich zu sehen, dass die neue Generation nicht nur technologische Innovationen für wichtig erachtet, sondern auch und vor allem, einen Mentalitätswechsel in der Bevölkerung".

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