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E- Loks der Lana-Burgstall-Bahn erfolgreich verlegt


Die historische E-Lok der Lana Burgstall-Bahn hat seit dieser Woche eine neue Bleibe gefunden. Von der zum Abbruch freigegebenen Remise am Busbahnhof in Lana wurde sie buchstäblich in letzter Minute gerettet und mit einem Sondertransport an die Etschbrücke Lana Burgstall überführt.
Nach der fachgemässen Restaurierung im Rekordtempo von nur einer Woche frei nach dem Motto „Erhalten statt Ersetzen" ist das gute alte Stück jetzt Blickfang am Technikschauplatz an der Etsch. Die entrostete und mit originalgetreuen witterungsbeständigen Spezialfarben gestrichenen Lokomotive wurde auf alten Bahnschwellen und Geleisen adaptiert und befindet sich nahe der Etschbrücke, über die sie von 1913 bis 1974 bei gutem und schlechten Wetter gefahren ist. Jahrelang zog die Lok den Apfelexpress, mit dem die Äpfel aus Lana bis nach Petersburg an den Hof des russischen Zaren geliefert wurden.

Jetzt hat sie hoffentlich eine endgültige Bleibe gefunden. Gemeinsam mit der restaurierten Eisenfachwerkbrücke durch das Amt für Wasserschutzbauten und der im April errichteten Weidenkuppel werden die Lok sowie eine Ausstellung über die Nutzbarmachung der Etschauen ein abgerundetes Bild der Südtiroler Technikkultur geben.
„Wir sollten offen sein für die Verletzbarkeit der wenigen Zeugnisse der Technikgeschichte und ihnen durch unorthodoxes Handeln eine Chance für die Weiter- oder Wiedernutzbarkeit geben. Wir sollten die Sinnlichkeit und Anschaulichkeit historischer Technik bewusst wahrnehmen", so Wittfrida Mitterer vom Kuratorium.
Die E-Lok, 1912 bis 1913 von der Maschinen- und Waggonbau Gesellschaft in Simmering bei Wien, vormals H.D. Schmid, mit Fabriksnummer 50294 im Auftrag der Siemens-Schuckert Werke Wien gebaut, war bis zur Einstellung des Güterverkehrs am 31. März 1974 in Betrieb.
Es handelt sich um das selbe Modell, wie jenes, das auf Initiative des Kuratoriums bereits 1998 restauriert und jetzt vom Tribusplatz in Lana in die Zollstrasse verlegt worden ist. Die Zwillingslok steht nun auf einer kleinen öffentlichen Grünfläche, ganz dezent, niemandem im Weg, aber doch präsent. Es sind dies Identifikationspunkte mit dem Ort, der zu den Besonderheiten unsrer Region beiträgt.
Die Initiative des Kuratoriums ist dank der finanziellen Unterstützung durch die Autobahnverwaltung A22 und Stiftung Sparkasse ermöglicht worden.

 

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