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Die sechs Gewinner des „Klimaenergy Award”


Laas, Bra, Padova und Lodi sowie Buttigliera Alta und Caronno Pertusella mit dem Spezialpreis sind die Sieger der fünften Auflage des „Klimaenergy Award 2012", einer Initiative der Messe Bozen und der Stiftung Südtiroler Sparkasse. Die Preisverleihung fand am 20. September im Rahmen der Eröffnung der Fachmessen Klimaenergy und Klimamobility im Beisein von Landeshauptmann Luis Durnwalder, Stiftungspräsident Gerhard Brandstätter, dem Messe-Präsidenten Gernot Rössler, dem Präsidenten der Umweltkommission des ACRI Piergiuseppe Dolcini sowie dem Leiter des Institutes für erneuerbare Energien (Eurac) Wolfram Sparber statt.
Dieses Jahr nahmen insgesamt achtundzwanzig Gemeinden teil, indem sie Projekte zur regenerativen Energiegewinnung und zur Energieeinsparung im öffentlichen Bereich einreichten. Diese konkurrierten in drei verschiedenen Kategorien um einen „Klimaenergy Award", wobei sich die Kategorie 1 an Kleingemeinden mit bis zu 20.000 Einwohnern, die Kategorie 2 an Gemeinden von 20.000 bis 150.000 Einwohnern und die Kategorie 3 an Großgemeinden mit mehr als 150.000 Einwohnern sowie an Provinzen richtete.


Teilgenommen haben folgende Gemeinden: Apecchio, Berlingo, Bra, Buttigliera Alta, Carugate, Cavalese, Cerrione, Chiampo, die Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Cucciago, Fondo, Giaveno, Isera, Laas, Lodi, Massarosa, Montaione, Padova, Panicale, Pellizzano, die Provinz Teramo, Rescaldina, Rodengo Saiano, Sagrado, Somma Lombardo, Tirano, Vahrn e Vogogna.
Berlingo, Bra, Caronno Pertusella, Carugate, Florenz, Lodi, Padova, Pergine, Piombino e Ziano di Fiemme hingegen sind jene zehn Gemeinden, die sich für den Spezialpreis beworben haben, welcher im Rahmen der Zusammenarbeit mit Klimamobility für nachhaltige Mobilitätsprojekte vergeben wird.

Von den 28 Kandidaten wurden sechs vorbildhafte Gemeinden/Provinzen mit folgenden Begründungen ausgezeichnet:
Kategori 1
Laas: Die Gemeinde Laas hat sich vor allem durch das Fortdauern der von ihr eingeführten Aktionen zur CO2-Reduzierung ausgezeichnet. Die Maßnahmen wurden 2004 ergriffen und dauern bis heute an. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen wurden verschiedene Technologien zur Energieerzeugung verwendet: Unter anderem sind das ein Biomassse-Fernheizwerk, eine mit lokaler Biomasse gespeiste Holzvergasungsanlage sowie die Dachinstallation von Sonnenkollektoren und eine Photovoltaikanlage.
Spezialpreis für die Konsum- und Energieeinsparungsüberwachung
Buttigliera Alta: Die Jury war vor allem vom System zur Energieverwaltung der Gemeinde positiv beeindruckt. Dieses verfolgt das Ziel in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren Energieverschwendungen und Inneffizienzen zu beseitigen. Das Programm sieht eine Reihe von konkreten Maßnahmen zur Analyse des effektiven Energiekonsums, zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Verwendung von erneuerbaren Energien vor. Die ausgeführten Maßnahmen, die von einem System zur Überwachung der Ergebnisse begleitet werden, haben nicht nur zu einer genauen Kenntnis der Gemeindeanergiespesen geführt, sondern auch zu einer Reduzierung des jährlichen Energieverbrauchs.
Kategorie 2
Bra: Die Gemeindeverwaltung von Bra hat sich durch die Ausarbeitung eines mehrjährigen Projekts zur Steigerung der Energieeffizienz ausgezeichnet. Dieses Projekt hat vor allem Maßnamen zur Aufwertung der Gemeindeanlagen und -anwesen beinhaltet und wurde vor mehr als zehn Jahren gestartet. In diesem Zeitraum wurde eine Verbesserung der öffentlichen Beleuchtung, eine Installation von Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen sowie die Errichtung eines Methanfernheizwerkes erreicht. Einen Mehrwert erhält das Projekt auch dank einer intensiven Umweltkampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung, die das Ziel verfolgt die Bürger zu einem bewussteren und sparsameren Umgang mit den Ressourcen und Energien zu bewegen.
Kategorie 3
Padova: Die Gemeinde Padova wurde ausgezeichnet, weil sie wichtige Maßnahmen zur CO2-Reduzierung getroffen hat, die erneuerbare Energien als Ersatz für herkömmliche Brennstoffe bewerben. Die Maßnahmen der Gemeindeverwaltung galten dabei sowohl für den öffentlichen als auch für den privaten Sektor und sahen Beiträge für Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen vor. Dazu wurden auch Einkaufsgruppen gegründet. Der eingeschlagene Weg hat zu einer verstärkten Nutzung der Sonnenenergie und folglich auch zu einer Senkung der schädlichen Abgase geführt. Mobilitätspreis
Lodi: Lodi erhielt den Mobilitätspreis für seine Fahrradwege, die insgesamt ungefähr 40km betragen. Das ist eine beachtliche Länge, wenn man bedenkt, dass das gesamte Straßennetz der Gemeinde ungefähr 110 km beträgt. Die Bemühungen der Gemeindeverwaltung haben, sicherlich auch dank der Unterzeichnung des Konvents der Bürgermeister, zu einer Verbesserung und Erweiterung des Angebots und der Dienstleistungen im Bereich der Fahrradmobilität geführt und ein Verkehrsnetz für sanfte Mobilität geschaffen. Die Gemeinde hat also eine Reihe von Maßnahmen getroffen, die die nachhaltige Mobilität fördern sollen, wozu auch das Bike sharing zählt.
Spezialpreis für die Erziehung zur Fahrradmobilität:
Caronno Pertusella: Die Jury hat die Gemeinde Caronno Pertusella für die Förderung der Fahrradmobilität von Schülern auf ihrem Schulweg, in der Stadt und in ihrer Freizeit prämiert. Zu den verschiedensten Initiativen der Gemeinde gehört auch die Gründung von Werkstätten für Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren mit dem Ziel ihnen dank einer besseren Kenntnis dieses Fortbewegungsmittels eine größere Sicherheit zu geben.

Die eingereichten Projekte wurden von einer Fachjury anhand von qualitativen und quantitativen Kriterien bewertet: Die quantitativen Bewertungskriterien umfassen die durch verschiedene Maßnahmen erreichte CO2-Einsparung in absoluten Zahlen und pro Einwohner, während die qualitativen Bewertungskriterien den ökologischen und ökonomischen Mehrwert, die Möglichkeit der Übertragung auf andere Gemeinden, den Innovationsgrad sowie die Einbindung und die Sensibilisierung der Bevölkerung umfassen.

Die Fachjury des „Klimaenergy Award 2012" setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Antonio Lumicisi - Italienischer Minister für Umwelt, Lanschafts- und Meeresschutz, Katiuscia Eroe - Vertreterin von Legambiente, Dominik Matt - Fraunhofer Italien und Professor an der Freien Universität Bozen, Stefano del Savio - TIS Innovation Park, Wolfram Sparber - Eurac, Andreas Überbacher - Direktor der Südtiroler Sparkasse, Elena Jachia -Direktorin für den Bereich Umweltschutz der Stiftung Cariplo aus Mailand und Cristina Ceresa - Leitende Direktorin der greenplanner edizioni.
Hinzu kam Benjamin Auer als Verantwortlicher für den Bereich Mobilität und Umweltbildung des Ökoinstituts. Er ermittelte den Gewinner des Spezialpreises für besonders nachhaltige Mobilitätsprojekte.

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