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Ein Festival der jungen Musiker


Wenn man die Stimmung der Pressekonferenz im Garten der Stiftung Südtiroler Sparkasse als Vorbote für das thematisierte Ereignis deuten wollte, dann dürfen sich die Veranstalter des Südtirol Jazzfestival Alto Adige freuen: Dann werden sie ein interessiertes Publikum finden, das die 54 Konzerte und 20 Music-Spots mit großem Interesse verfolgen wird...
„Es wird ein Festival der jungen Künstlerinnen und Künstler aus vielen Ländern der Welt“, kündigte Jazz-Präsident Klaus Widmann bei der Pressekonferenz im Garten der Stiftung Südtiroler Sparkasse am Donnerstag in Bozen an. Beispielhaft für dieses Konzept steht die junge Musikerin Monika Roscher aus Bayern. Sie leitet mit einer E-Gitarre eine 18-köpfige Big Band und bringt dabei eine ganz neue Form der Jazzmusik hervor. „Unser Stil ist nicht Swing, sondern eine Mischung aus vielen Elementen – darunter Elektronik, Drum&Bass, Trip Hop...“, erklärte Roscher, die eigens nach Bozen angereist war. Sie und ihr Orchester sind am Freitag, 28. Juni, eines der Highlights des Eröffnungsabends auf Schloss Sigmundskron. Der Abend beginnt für Interessierte mit einem Rundgang im Messner Mountain Museum oder mit einem Aperitif im Schlossrestaurant zu den Klängen der Schweizer Street Jazz Band Fischermanns Orchestra, anschließend spielt im Schlosshof die US-Combo „Mostly Other People Do the Killing“, bevor die Monika Roscher Big Band die Bühne betritt. „Wir haben den Abend ,Wild Thing’ genannt – es wird sicher eine tolle Jazzparty“, so Widmann.

Gut 200 Musiker aus aller Herren Länder kommt für die bevorstehende 31. Ausgabe des Südtirol Jazzfestival Alto Adige nach Südtirol. „Wobei nicht die Quantität zählt, sondern wir bieten eine hochwertige Auswahl, die die Vielfalt, die News und Trends aus aller Welt in Südtirol erlebbar machen soll“, so Widmann. Wiederum erstreckt sich das Festival auf viele verschiedene Austragungsorte im ganzen Land, zu Berg und zu Tal: vom Watles über Schlanders nach Meran 2000, vom Vigiljoch über Schloss Sigmundskron nach Bozen, vom Ritten über Klausen nach Brixen, Sterzing, Bruneck bis nach Fanes. Neu im Programm ist heuer ein Konzertabend in der Franzensfeste – mit einheimischer Beteiligung: „50 Mitglieder der Musikkapelle Schabs erarbeiten in einem dreitägigen Workshop mit Matthias Schriefl und anderen Jazz-Musikern aus Deutschland ein Programm, das sie am Sonntag, 30. Juni in den wuchtigen Mauern der Festung aufführen werden“, erklärte Widmann. Stefan Gasser, Mitglied der Kapelle, freut sich: „Wir sind ein recht junges Blasorchester und freuen uns schon, mit so spannenden Musikern gemeinsam lernen und spielen zu dürfen.“
Ein wichtiger Teil des Festivals wird wieder im und rund um das Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen ausgetragen. Widmann: „Das Museion entwickelt sich immer mehr zu einem Treffpunkt zeitgenössischer Kultur – wir arbeiten seit Jahren zusammen und es gelingt, das Konzept mit jeder Ausgabe zu verfeinern.“ Es sei ein Ort für Experimentelles: „Hier können wir Musik anbieten, die sich vielleicht an anderen Orten nicht so gut einfügen würde“, so Widmann. Museion-Direktorin Letizia Ragaglia stimmte zu: „Besonders die Erfahrung mit den musikalisch begleiteten Führungen durch die Ausstellungen hat uns gezeigt, dass dieses genre-übergreifende Kulturangebot beim Publikum sehr gut ankommt.“ Hier gibt’s übrigens eine der fünf Premieren dieses Festivals: Am Samstag, 6. Juli spielen Angelika Niescier, Jim Black, Gianluca Petrella, Chris Tordini und Florian Weber erstmals gemeinsam auf einer Bühne.
Die Zusammenarbeit mit dem Filmclub dauert ebenso bereits seit einigen Jahren an – zuletzt bei den Filmtagen im April, nun gibt’s zum Konzert von Klima Kalima am 2. Juli eine passende Filmvorführung, erklärte Filmclub-Chef Martin Kaufmann. „Das Jazzfestival hat insgesamt viele treue Partner, die uns seit Jahren begleiten – dafür sind wir sehr dankbar und ohne sie könnten wir das Festival in dieser Form nicht veranstalten“, sagte Widmann. Zu diesen Partnern gehört zum einen die Stiftung Südtiroler Sparkasse, deren Präsident Gerhard Brandstätter nicht nur das tolle musikalische Angebot, sondern auch den ehrenamtlichen Einsatz der Veranstalter hervorhob. Zum anderen zählt auch das Land Südtirol zu den wichtigen Unterstützern. Antonio Lampis, Direktor der Landesabteilung für italienische Kultur, lobte das vielfältige Programm und erläuterte am Beispiel neu veröffentlichter Zahlen der Region Reggio Emilia, wie sehr sich Investition in Kultur lohne: Demnach stünden dort 18 Millionen Euro Investitionssumme in Kulturveranstaltungen Einnahmen von 125 Millionen Euro gegenüber.
Auch viele private Sponsoren wie etwa das Sterzinger Unternehmen Leitner, in dessen Produktionshalle Prinoth heuer der wohl bedeutendste Jazz-Akkordeonist Richard Galliano auftritt, aber auch Städte und Tourismusorganisationen aus ganz Südtirol sind laut Widmann wichtige Partner – nicht nur in Bezug aufs Festivalbudget, sondern auch auf die Veranstaltung selbst: „Bruneck, Brixen, Meran – wir erleben sehr viel Mithilfe auch organisatorischer Natur“, so Widmann, der als Vertreter dieser Institutionen den Direktor der Meraner Marketing Gesellschaft, Thomas Aichner, ebenso begrüßte wie den Brunecker Bürgermeister Christian Tschurtschenthaler und die Brixner Stadträtin Magdalena Amhof.

 

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