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Walther-von-der-Vogelweide-Preis 2013 für Helmut Stampfer


Helmut Stampfer, Altkonservator des Landesdenkmalamtes, Mitglied und ehemaliges Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Südtiroler Sparkasse, Initiator und Projektsteurer des Stiftungsprojektes „Tiroler Porträtmalerei, sowie Initiator der Auszeichnung historischer Gastbetriebe Südtirols, wird mit dem Walther-von-der Vogelweide-Preis geehrt. Über die hohe Auszeichnung freut sich die gesamte Stiftungsfamilie und gratuliert recht herzlich dem verdienten Preisträger.
Dr. Helmut Stampfer hat als Kunsthistoriker durch seine Arbeit entscheidend zur Akzeptanz der Denkmalpflege in Südtirol beigetragen und in seinen Publikationen durch verständliche Sprache die Kunstdenkmäler Südtirols einem breiten Publikum nähergebracht.
Der 1948 in Meran geborene Helmut Stampfer studierte an der Universität Mailand Kunstgeschichte, Philosophie und Geschichte und promovierte mit einer Arbeit über Totenschilder in Tirol. 1974 wurde Stampfer von Landeskonservator DDr. Karl Wolfsgruber in das kurz vorher errichtete Landesdenkmalamt in Bozen berufen und war schließlich von 1983 bis 2007 selbst Landeskonservator für Südtirol.
Seit 2005 ist er Honorarprofessor am Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck.

Mit seiner Fähigkeit, auf Menschen offen zuzugehen, hat Stampfer auch viele Skeptiker für die Anliegen der Denkmalpflege gewonnen und das Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft für ihr kulturelles Erbe geweckt.
Sowohl die zahlreichen Publikationen, in denen er in verständlicher Sprache seine Forschungsergebnisse vorlegt, als auch seine Führungen und Vorträge werben für Respekt und Sorgfalt im Umgang mit Kunstdenkmälern.
Sein besonderes Augenmerk gilt der Kunst der Romanik. Zahlreichen Schlössern, Burgen und kirchlichen Bauten Südtirols hat er Monographien und Aufsätze gewidmet, etwa den Schlössern Prösels, Rodenegg und Velthurns, der Churburg, Hocheppan, dem Kloster Marienberg, dem Flügelaltar von Michael Pacher in Bozen-Gries und vielen weiteren Kunstschätzen im historischen Land Tirol.
Aber auch den historischen Gastbetrieben in Südtirol oder der bäuerlichen Baukultur schenkt er große Aufmerksamkeit, wie u. a. sein mehrbändiges Werk über Bauernhöfe in Südtirol bezeugt.
Wichtig war und ist Helmut Stampfer aber stets der Kontakt zu den Menschen, sei es Bauern, Handwerkern, Pfarrern, Kunsthistorikern und Denkmalpflegern im In- und Ausland, denen er seit seiner Pensionierung auch auf zahlreichen Bildungsreisen begegnet.
Der Hauptpreis „Walther von der Vogelweide“ wird am Samstag, 12. Oktober um 17 Uhr im Bozner Waltherhaus überreicht. Der Hauptpreis wird alle drei Jahre vergeben und ging zuletzt 2010 an Markus Vallazza. In den zwei Jahren zwischen einem Hauptpreis und dem nächsten werden Förderpreise vergeben. Diese gingen zuletzt an Gudrun Sulzenbacher (2012) und Astrid Kofler.

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