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Engagiert und selbständig


Die Sozialgenossenschft Kairos bringt alte, sensible Bücher und Akten ins digitale Zeitalter – Ein neues Scangerät erleichtert die Arbeit
Bei der Sozialgenossenschaft Kairos digitalisieren Menschen mit Behinderung Dokumente, antike Schriften, aber auch alte Hochzeitsvideos, Schallplatten und vieles mehr. Nun hat sich das Unternehmen ein neues Scangerat angeschafft und damit große Plane.
Kairos-Geschäftsleiter KonradMeiner stellte bei der öffentlichen Vorführung des neuen Auflichtscansystems sein Unternehmen vor. Alle Mitarbeiter seien unglaublich engagiert. Notfalls fänden sie sich auch schon um sieben Uhr morgens zur Arbeit ein. „Und das ohne Aufforderung“, berichtet Meßner.
Als Sozialgenossenschaft muss Kairos ein Drittel der Angestellten mit mindestens 46 Prozent Invalidität beschäftigen. Von fünf Mitarbeitern haben bei Kairos vier eine Behinderung. Meßner selbst benutzt diesen Begriff äußerst ungern. „Wir sprechen nie von Behinderung meint Meßner. Er sei dankbar, wenn man nicht auf seine Behinderungen, sondern vielmehr auf seine persönlichen Qualitäten schaue.
So halte man es hier auch mit den Angestellten. „Wir verstehen uns nicht als bloßen Arbeitsplatz für Behinderte, die dann stupide Arbeiten verrichten sollen“, betont Meßner und verweist auf den hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens. „Wir leisten 100prozentige, professionelle Arbeit“, ist er überzeugt. Ein jeder Mitarbeiter werde aufgrund seiner Qualitäten eingestellt. Kairos entstand aus dem Projekt „Archivmäuse“ der deutschen und ladinischen Berufsbildung. Zwei Referenten und zwei Teilnehmer des Kurses gründeten 2002 das Unternehmen, um das in zwei Jahren gewonnene Fachwissen im Bereich Digitalisieren beruflich einzusetzen.

Top-Scangerät für professionelles Arbeiten
„Wir haben uns sozusagen für die Mercedes-Klasse entschieden und nicht für Skoda“, lacht Meßner, als er das neue Scangerät vorstellt. Das Auflichtscansystem könne sich auf jeden Fall Sehen lassen. „Wir sind unheimlich stolz darauf“, meint Meßner.
Das neue Scangerat sei besonders schonend zu Büchern und Dokumenten und liefere Bilder in Top-Qualität. Es besitze eine Wippschaukel, die gerade bei dicken Büchern das Scannen erleichtere. Es gleiche Wölbungen gut aus und habe eine optimale Lichtqualität, erklärt er weiter.
Das Gerät konnte dank der Stiftung Südtiroler Sparkasse angeschafft werden. Ihr finanzieller Beitrag ermöglichte auch den Kauf von drei Computern und somit die Einrichtung von drei neuen Arbeitsplätzen. Das Scansystem soll nun unter anderem für Bücher aus dem 16. und 17. Jahrhundert zum Einsatz kommen: Das Stadtarchiv Bozen will diese digitalisieren lassen. Mit den professionellen Abbildungen mache das Stadtarchiv dann auch im Netz einen guten Eindruck, ist Meßner überzeugt.
Später spricht er von den Zukunftsplänen der Sozialgenossenschaft: Man wolle in Zukunft vermehrt für Unternehmen arbeiten und Archive für Betriebe anlegen und verwalten.

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