- Aktuelles

« zurück

Der historische Gastbetrieb des Jahres 2015 in Südtirol


„Es ist immer eine besondere Herausforderung, wenn ein historisches Gebäude den Ansprüchen einer internationalen Kundschaft genügen soll, um ein zeitgemäßer, exzellenter Gastbetrieb zu sein. Die Familie Sigmund-Holzner hat dies vor drei Jahren mit einer Generalsanierung des Restaurants Zimmer Sigmund in Meran gewagt. Mithilfe des Architekten Wolfram Pardatscher ist das Unterfangen auf exemplarische Weise geglückt, sodass das Restaurant in der Meraner Freiheitsstraße nun zu Recht den Titel „Historischer Gastbetrieb des Jahres 2015“ trägt.“ Mit diesen Worten eröffnete Stiftungspräsident Karl Franz Pichler die gestrige Pressekonferenz/Prämierungsfeier der nunmehr neunten Ausgabe des Wettbewerbes „Der historische Gastbetrieb des Jahres in Südtirol.“

Jurymitglieder und ehemalige Gewinner sowie Vertreter aus den Bereichen Tourismus, Architektur- und Denkmalpflege, des Gastgewerbes und der Medien kamen, um den diesjährigen Preisträgern, die Familie Sigmund-Holzner (Restaurant Sigmund in Meran, 1. Preis) sowie der Familie Mayr (Hotel Goldener Adler in Brixen, besondere Auszeichnung) für ihren Einsatz und ihre Verdienste zu danken und zu gratulieren.
Besonders erfreut zeigte sich der Bürgermeister von Meran, Herr Günther Januth: „Es ist mir eine besondere Freude, dass bereits zum 2. Mal ein Meraner Gastbetrieb im Rahmen des Wettbewerbs der „Historische Gastbetrieb“ eine Auszeichnung erhält! Im vergangenen Jahr wurde das Suite & Breakfast Ottmanngut in Meran mit einer „besonderen Anerkennung“ ausgezeichnet und in diesem Jahr erhält das Restaurant Sigmund den begehrten Hauptpreis des Wettbewerbs. Der Preis wirkt wie ein Scheinwerfer, der ein strahlendes Licht auf herausragende architektonische und kulturelle Schätze des Tourismuslandes Südtirol wirft.“
Das Restaurant Sigmund in Meran hat in seiner prominenten Lage am mittelalterlichen Bozner Tor durch die jüngste Sanierung durch Architekt Wolfram Pardatscher eine wesentliche Bereicherung und Aufwertung erfahren. Die Sanierung und Restaurierung hatte nicht nur das Ziel, das Haus den Erfordernissen einer zeitgemäßen Gastronomie anzupassen, sondern auch den historischen Bestand, dessen Oberflächen und Einrichtungen wieder zur Geltung zu bringen. Eine Ergänzung des gastronomischen Angebots sind des weiteren die vier neu geschaffenen Gästezimmer in den ehemals als Wohnung genutzten Obergeschossen.
In der Laudatio auf das Restaurant Sigmund meinte Landeskonservatorin  Waltraud Kofler Engl: „Der schonende Umgang mit den Zeugnissen und Spuren seiner Zeitgeschichten macht den Gang durch das Haus zu einem Spaziergang durch seine lange Geschichte. In diesem Jahr wird zudem erstmals ein Gastbetrieb ausgezeichnet, der gleichzeitig zum historischen Altstadtkern in Meran gehört und wegen seiner Lage die Tradition des Gasthauses neben dem Stadttor weiterführt.“

Mit der “Besonderen Auszeichnung“ des Wettbewerbes hingegen wird ein seit über 500 Jahren existierender Betrieb, der Goldene Adler in Brixen, prämiert. Das Hotel zählt wohl zu den bekanntesten gastronomischen Betrieben der Bischofsstadt. Mit dieser Auszeichnung soll in erster Linie die kulturgeschichtlich bedeutende Architektur des Objekts aufgewertet werden. „Der Goldene Adler ist mit seiner bis in die Obergeschosse reichenden mittelalterlichen Bausubstanz eine Besonderheit“, erklärt Jurymitglied Franz Caramelle und ergänzt: „Es sollen aber auch die Bemühungen der Eigentümer gewürdigt werden, die in zeitgemäßen Um- und Erweiterungsbauten sowohl wirtschaftlich vernünftige, als auch denkmalpflegerisch verträgliche Eingriffe an diesem historisch wertvollen Baudenkmal durchführen ließen. Familie Mayr zeigt großes Verständnis für die Geschichte und den außerordentlichen Denkmalwert ihres Hauses und hat eine wirklich geglückte Umwandlung eines „alten“ Gasthofs in ein „neues“ Hotel ermöglicht, das den Anforderungen der heutigen Zeit entspricht und dennoch den ursprünglichen Charakter weitgehend bewahren konnte.“ 

Was das Restaurant Sigmund, das  Hotel Goldener Adler aber auch alle bisherigen Preisträger auszeichnet und den Eigentümern über Generationen hinweg die notwendige Kraft und Motivation verliehen hat, ihre Häuser auch in schwierigen Zeiten weiterzuführen sind ihr Traditionsbezug, Innovationsgeist und unternehmerisches Gespür aber auch der Familiensinn und das Verantwortungsbewusstsein. „Wir hoffen, dass durch das Vorbild der gegenwärtigen Besitzer auch die nächsten Generationen zur Nachahmung und Weiterentwicklung angehalten werden, damit die Kontinuität dieser besonderen Gaststätten auch in nächster Zukunft noch garantiert bleibt.“ Mit diesen Worten schritt die Jury zur Preisübergabe.

Detail-Informationen und Bildergalerie unter www.historischergastbetrieb.it und über die Wettbewerbsbroschüre „Der historische Gastbetrieb 2015“ erhältlich bei der Stiftung Sparkasse, Talfergasse 18, Bozen, dem HGV, Schlachthofstrasse 59 und dem Amt für Bau- und Kunstdenkmäler, Armando-Diaz-Strasse 18 , Bozen.

« zurück

Privacy | Impressum | Login |
Stiftung Südtiroler Sparkasse
Talfergasse 18
I-39100 Bozen
Tel. +39 0471 316000
Fax +39 0471 316050
info@stiftungsparkasse.it
stiftungsparkasse@pec.it