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So sehen italienische Studierende die Energie der Zukunft


13 innovative Ideen gewinnen bei „enertour 4 students“
Energie aus Flüssen, ein Bauernhof, der sich selbst mit Energie versorgt und Mikro-Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen: das sind nur einige der vielen Ideen, die beim „enertour 4 students“-Wettbewerb eingereicht wurden. Insgesamt nahmen Studenten von 20 Universitäten am Wettbewerb teil und reichten 31 Konzepte ein. 13 davon wurden besonders innovativ gewertet. Als Belohnung für die Studenten gab es einen All-Inclusive-Aufenthalt in Südtirol.

Gewinner des Wettbewerbs sind italienische Studentinnen und Studenten von technischen Fakultäten mit besonders originellen Vorschlägen für das Energiekonzept der Zukunft. Für diesen vom TIS und der Stiftung Südtiroler Sparkasse ausgerichteten Wettbewerb wurden zahlreiche Ideen eingereicht: beispielsweise ein ganz neues Konzept zur Nutzung der Energie aus Flüssen, ein Wasserstoff-Bauernhof oder ein privates Minikraftwerk auf Basis erneuerbarer Energiequellen. 13 innovative Ideen wie diese haben die Jury des „enertour 4 students“-Wettbewerbs überzeugt. Der Wettbewerb stand unter der Schirmherrschaft der italienischen Vereinigung der Bankenstiftungen und Sparkassen ACRI und des italienischen Umweltministeriums.

„Dieser Wettbewerb wurde bereits zum dritten Mal ausgeschrieben“, erklärt Karl Franz Pichler, Präsident der Stiftung Südtiroler Sparkasse, „und jedes Mal überraschen uns die Studenten mit ihren Ideen. Sie wissen über die neuesten Technologien gut Bescheid, können zukünftige Szenarien und auch wirtschaftliche Aspekte analysieren.“ Alessandro Broglia und Martina Novini vom Politecnico Mailand berechneten, dass die Nutzung spezifischer Strömungen in Flüssen für die Energiegewinnung günstiger sein könnte als beispielsweise Wind- oder Sonnenenergie: für den durchschnittlichen jährlichen Energiebedarf von 50.000 Häusern mit Energie aus dem Fluss Po oder der Etsch würden die Kosten bei 9,7 Mio. Euro liegen, für die Nutzung der Windenergie hingegen liegen die Ausgaben bei 15,8 Mio. Euro pro Jahr.

Einige Vorschläge gab es auch zur Stromspeicherung, einer der schwierigsten Aufgaben: Alessio Arquati und Tommaso De Angelis, in Kürze Energieingenieure und Absolventen der römischen Universität Tor Vergata, schlagen vor, Druckluft in entsprechenden geologischen Behältern zu speichern. Eine weitere Möglichkeit ist das Flywheel-System, bei dem durch ein Schwungrad die Trägheitsenergie genutzt wird, oder die Herstellung von molekularem Wasserstoff ausgehend von elektrolysiertem Wasser. Generell sehen alle Gewinner des Wettbewerbs große Chancen für eine grüne Energiezukunft.

„Es ist interessant zu sehen, wie sehr die meisten Studierenden die Wichtigkeit des kulturellen Wandels betonen; wenn Menschen ihre Einstellungen und Verhaltensweisen ändern, scheint das die beste Lösung zu sein, um die Zukunft der Energie in Italien nachhaltig zu beeinflussen“, so Luciano Barsotti, Präsident der ACRI-Umweltkommission.

„Die Zukunft der Energieversorgung in Italien liegt in den Händen von jungen Menschen wie diesen“, erklärt Andrea Zeppa, Direktor des Ressorts für Innovation der Provinz Bozen. „Wir laden sie nach Südtirol ein, weil wir die Welt mit ihren Augen sehen möchten und uns von ihnen inspirieren lassen wollen“, so Zeppa.

„Die Studenten haben drei Tage in Südtirol verbracht und dabei viel Neues über erneuerbare Energien und energieeffiziente Gebäude gelernt“, sagt Co-Organisator Sepp Walder vom TIS innovation park. Sie haben von Fachleuten und Anlagenbetreibern aus erster Hand erfahren, wie die Anlagen und Häuser gebaut wurden und welche Strategien in Südtirol für die heutigen und künftigen Energieprobleme entwickelt werden. „Wir haben die Studenten außerdem mit sechs Südtiroler Betrieben und Einrichtungen in Kontakt gebracht, beispielsweise mit SEL, EURAC, der KlimaHaus-Agentur oder den Unternehmen BTS-Biogas und Rubner.“

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