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"Sie gehört ein bisschen uns allen"


Veröffentlicht in der Tageszeitung Dolomiten vom 26.5.2014: GESCHICHTE: Burgruine Rafenstein wieder zugänglich – Feierliche Wiedereröffnung mit reichhaltigem Programm – Freude allenthalben
In den 1980-er musste der Zugang zur Ruine Rafenstein geschlossen werden: Es wurde einfach zu gefährlich, Steine bröckelten herab, Sicherungen waren ebenfalls keine angebracht. Damit drohte diese geschichtsträchtigen Landmarke der Verfall. Am Samstag wurde die sanierte Ruine wiedereröffnet. Der Heimatschutzverein Bozen schritt unter seinem rührigen Obmann Helmuth Rizzolli im Jahr 2009 ein, sorgte in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt und dank der finanziellen Unterstützung der Stiftung Sparkasse für eine behutsame Restaurierung der Burganlage. Mit einem großen Festakt fand am Samstag die Wiedereröffnung statt.
Begonnen wurden die Feierlichkeiten mit der Marseillaise von einer Bläsergruppe der Musikkapelle Leifers in Erinnerung an die Besetzung der Burg im Jahr 1797 von den Franzosen. Die Böllerschüsse der Afinger Schützen veranschaulichten die damaligen Kämpfe um Rafenstein, die dann auch eingenommen, aber gleichzeitig stark beschädigt wurde. Nach der Begrüßung von Obmann Helmuth Rizzolli segnete der Grieser Pfarrer Pater Robert Gamper die Burg und erinnerte daran, dass sich hier Geschichte und Gegenwart begegnen. Die Heimatbühne Afing brachte die geschichtliche Entwicklung von Rafenstein auf die „Bretter“, eine Geschichte, die vor rund 800 Jahren begann. Waltraud Kofler Engl vom Denkmalamt betonte, dass es ein Ruinensicherungsprogramm für 60 in Südtirol befindliche Ruinen gäbe und auf Rafenstein 900.000 Euro investiert worden seien. „Ruinen sind eben besondere Objekte, die auch nicht rekonstruiert werden sollen“, sagte sie. Bürgermeister Luigi Spagnolli meinte, dass es wichtig war, diese Burg der Gemeinschaft wieder zurückzugeben: „Was um uns herum geschehen ist, wird in den Schulen nicht immer vermittelt. Es ist aber ein Teil unserer Geschichte, die uns begleitet“, sagte er. Für Vizebürgermeister Klaus Ladinser „ist der heutige ein Freudentag, da diese Landmarke vom Verfall gerettet werden konnte. Aber auch Jugenderinnerungen werden in mir wach, Rafenstein gehört für uns Bozner einfach dazu.“ Hannes Graf Toggenburg, dessen Vorfahren die Burg bis 1930 gehörte und die zu einem symbolischen Betrag Besitzer wechselte, meinte, dass Geschichte für ihn Alltag sei; diese Ruine zähle ebenso dazu. Der heutige Besitzer der Burganlage, Anton Unterkofler, war zufrieden, dass die Ruine gesichert und wieder öffentlich zugänglich sei. Obmann Helmuth Rizzolli dankte abschließend allen, die sich an der Restaurierung beteiligten, allen voran Armin Torggler: „Ohne ihn wäre das Ganze nicht zu verwirklichen gewesen.“

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