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Best Learn bei Senfter


Die Workshop-Reihe „Best Learn“ des TIS innovation park und der Stiftung Südtiroler Sparkasse zu Gast beim Südtiroler „Speck-König“ Senfter in Innichen. Mehr als zwanzig interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich am Stammsitz der Senfter Holding in Innichen eingefunden und wurden vom Vizepräsidenten der Holding, Helmuth Senfter, persönlich begrüßt.
Und Helmuth Senfter ist es dann auch, der in einem Referat am Vormittag die Erfolgsgeschichte seines Unternehmens Revue passieren lässt, eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht und deren letzte Kapitel noch lange nicht geschrieben sind.
Die traditionsreiche Geschichte des Familienunternehmens Senfter hat 1856 ihren Ursprung, als Peter Senfter einen Bauernhof in Innichen übernimmt, der auch als kleine Metzgerei dient. Jahrzehntelang betreiben die nachfolgenden Generationen den Bauernhof und die Schlachterei und festigen Jahr für Jahr den guten Ruf des Namens Senfter, der immer mehr ein Name für vorzügliche Qualität bei Speck und Schinken wird.

Ab Anfang der 1970er Jahre beginnt das kleine Familienunternehmen immer mehr seine Grenzen auszudehnen und nach der „Eroberung“ des Pustertales geht es hinaus nach ganz Italien und weit darüber hinaus. Beim spannenden Vortrag von Helmuth Senfter wird schnell klar – große Angst vor Veränderung haben die Senfters nicht, ihr unternehmerisches Handeln kann nur als überaus mutig angesehen werden.
So wagen es die Senfters, ab dem Jahr 1995 nach China zu gehen und in einem Joint-Venture mit der Regierung beginnen sie im Land der aufgehenden Sonne Schinken zu produzieren. Das Joint-Venture ist mittlerweile Geschichte, in China produziert Senfter inzwischen selbständig und ohne Regierungspartner.
Was die Workshop-Reihe „Best Learn“ an diesem Tag so spannend macht, ist auch die Offenheit, mit der Helmuth Senfter die Entwicklung seines Unternehmens vom kleinen Speckproduzenten zum Big Player im „Wurstmarkt“ Europas vorträgt. Ohne Umschweife gibt er etwa das Scheitern seiner Expansionspolitik in Brasilien zu, das Management habe sich auf diesen Markt schlicht zu wenig vorbereitet.
Besonders interessant dann auch der Einblick in die Investitionsstrategie der Holding, die Helmuth Senfter den Workshop-Teilnehmern gibt. Seit der Fusion mit dem italienischen Lebensmittelriesen „Unibon“ und der damit verbundenen Marktführerschaft in Italien hat sich Senfter vermehrt anderen Ideen zugewandt und ist inzwischen in 12 verschiedenen Geschäftsfeldern unternehmerisch aktiv. Dazu gehört das touristische Engagement bei der Sextner Dolomiten AG genauso, wie etwa das hauseigene Restaurant Bistro inmitten von Innichen. Senfter betreibt auch ein eigenes Modelabel und ist im Bereich des Digitalfernsehens Südtirols aktiv, darüber hinaus wird ein eigener Info-Kanal in italienischer Sprache betrieben. Zur Lust Senfters an der Diversifikation sagt Helmuth Senfter: „Wenn das Hauptbusiness läuft, dann kann man auch in anderen Wirtschaftssparten etwas riskieren. Wir bleiben aber ganz nah am Heimatmarkt, weil wir uns da besonders gut auskennen. Und so betreiben wir von unseren zwölf Geschäftsfeldern neun in Südtirol, die Hälfte aller Geschäftsfelder befinden sich in den Dolomiten und jedes dritte direkt in Innichen.“

In Zukunft will Senfter seine Marktposition weiter ausbauen, gegenwärtig wird über den Kauf einer US-amerikanischen Wurstfabrik verhandelt. Das könnte den Umsatz der Holding erstmals an die 1-Milliarde-Euro Grenze heranführen, mittelfristig nennt Helmuth Senfter gar zwei Milliarden Euro Jahresumsatz als mögliches Ziel.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des „Best Learn“ Workshops bekommen am Nachmittag noch eine ausgedehnte Führung unter fachkundiger Leitung durch die Produktionsstätten von Senfter. So kann vor Ort der Werdegang des Specks vom rohen Fleisch bis hin zum köstlich duftenden Endprodukt verfolgt werden.

Am Ende der Veranstaltung nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedenfalls sehr viel Interessantes mit nach Hause, sie haben ein erfolgreiches Unternehmen und einen investitionsfreudigen und innovativen Wirtschaftstreibenden kennengelernt. Und genau dafür sind die „Best Learn“ Workshops vom TIS innovation park und der Stiftung Südtiroler Sparkasse auch ins Leben gerufen worden.

 

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