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Großes Interesse an „Bauern(h)auszeichnung“


Die Ideenwerkstatt Bauern(h)auszeichnung sorgt bei Architekten für großes Interesse: 50 Architekten aus Südtirol haben sich angemeldet, um sich mit den Bäuerinnen und Bauern vor Ort zu treffen, Gespräche über das Potential der historischen Bauernhäuser zu führen und gemeinsame Überlegungen über die sinnvollste Art der Sanierung anzustellen.
Es war interessant festzustellen, wie unterschiedlich die vorhandene Bausubstanz in den drei von der Jury ausgewählten Bauernhäusern ist, wie unterschiedlich die Vorstellungen für eine zukünftige Nutzung sind und wie vielfältig die Möglichkeiten einer zeitgemäßen Umgestaltung sein werden:
Die einen möchten das Haus für die eigene Familie sanieren und eine kleine Einliegerwohnung im Dachgeschoss ausbauen, die anderen planen, das unter Denkmalschutz stehende Haus als Wohnung auszubauen, die Kellerräume eventuell als Buschenschank zu nutzen und im Dachgeschoss noch Ferienwohnungen für einen Zuerwerb unterzubringen. Zuletzt gibt es auch jene, die die Gelegenheit nutzen möchten, zu verstehen, was sie aus ihrem zurzeit leer stehenden Haus alles machen können.

Alle sind sich bewusst, dass der Wert, der in ihren historischen Bauernhäusern steckt, in keinem Neubau zu finden ist. Alle haben sie vor, die bestehenden Strukturen mit viel Sensibilität den heutigen Wohnbedürfnissen anzupassen, indem sie vorhandene Materialien wiederverwenden und auch auf energiesparende Bauweisen achten wollen.

Die drei ausgewählten bäuerlichen Familien haben sich sehr positiv über die Tatsache geäußert, dass sich unterschiedliche Organisationen wie die Architekturstiftung Südtirol, der Südtiroler Bauernbund, Südtirol Marketing (SMG), das Landesdenkmalamt und die Abteilung für Natur, Landschaft und Raumentwicklung, ITAS-Versicherungen und die Stiftung Südtiroler Sparkasse zusammengeschlossen haben und das Projekt gemeinsam begleiten.

In den nächsten Wochen werden die Architekten nun nach dem gemeinsamen Lokalaugenschein an die Arbeit gehen, um kostengünstige, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln und diese dann den Bauern als Entwurfsideen vorzustellen. Man darf gespannt sein, wie viel Kreativität sich hier entfalten wird. Ziel aller Beteiligten ist es, aufzuzeigen, dass es Sinn macht, die historischen Bauernhäuser als Kulturgüter vor dem Verfall zu retten - und dadurch ein Stück unserer Südtiroler Kulturlandschaft.

Eine zweite Initiative zum Schutz historischer bäuerlicher Bausubstanz, der ITAS-Preis, geht in die Endphase. Anfang Juni wird eine Jury drei Objekte auswählen, die dann vor Ort besichtigt werden. Die Prämierung der besten energetischen Sanierung alter Bauernhäuser sowie das beste Projekt je Hof des Ideenwettbewerbs „Bauern(h)auszeichnung“ erfolgt im November.

Foto: Planer und Bauer im Rackerterhof, Wangen, Bildquelle: SMG/Alex Filz

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