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Klimaenergy Award 2015: Die energieeffizientesten Gemeinden Italiens


Die siebte Auflage des „Klimaenergy Award” ist mit der Verleihung der Preise an die Siegergemeinden zu Ende gegangen. in den Startlöchern. Der Wettbewerb, der Gemeinden und Provinzen aus ganz Italien prämiert, die sich durch besonders energieeffiziente Lösungen im öffentlichen Bereich auszeichnen, findet unter der Schirmherrschaft des ACRI statt und wird von der Messe Bozen gemeinsam mit der Stiftung Südtiroler Sparkasse und in Zusammenarbeit mit dem italienischen Umweltministerium, dem TIS Innovation Park, Legambiente, Eurac Research und ANCI organisiert. Sieger der 28 italienischen Gemeinden, die an dieser siebten Auflage des Klimaenergy Awards 2015 teilgenommen haben, sind Tavagnacco in der Kategorie „Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern”, die Gemeinde Forlì in der Kategorie „Gemeinden mit 20.000 bis 150.000 Einwohnern” und Bologna in der Kategorie „Gemeinden und Provinzen mit mehr als 150.000 Einwohnern”. Außerdem hat die Jury den Gemeinden Introd und Montieri (beide in der Kategorie der kleinsten Gemeinden) je einen Sonderpreis verliehen. Den Mobilitätspreis erhielt die Stadt Verona.

Kategorie 1: Tavagnacco (Udine)
Besonders beeindruckt war die Jury von jenen Maßnahmen der Gemeinde Tavagnocco, die konkrete Interventionen zugunsten erneuerbarer Energien mit umfassenden und originellen Sensibilisierungsmaßnahmen für die Bevölkerung verbinden. Diese Maßnahmen reichen von Photovoltaikanlagen und Solarthermie über Erdwärmesysteme mit Wärmepumpen bis hin zur Sanierung einer alten Mühle und dem Bau eines kleinen Wasserkraftwerks. Im Rahmen der Sensibilisierungsmaßnahmen ist vor allem die Unterstützung sogenannter „Gruppi d’Acquisto Solare“, also solarer Einkaufsgemeinschaften zu nennen, oder die Förderung von Elektroautos für Einzelpersonen und Unternehmen. Sehr gelungen sind auch der Wettbewerb „Smart People“, mit dem Bürger ausgezeichnet werden, die sich besonders für Energieeffizienz einsetzen, und der Wettbewerb „Smart Companies“ für besonders energieeffiziente Unternehmen. Schließlich ist die von der Gemeinde durchgeführte Zählung zur Erhebung des Energiekonsums der Haushalte und Unternehmen hervorzuheben.
Ein Sonderpreis ging an die Gemeinde Introd (Aosta) für eine gelungene Kombination von erneuerbaren Energien und Landschaftsschutz in einer kleinen Gemeinde. Trotz ihrer geringen Größe hat die Gemeinde Introd auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgerichtete Projekte umgesetzt, die sich ideal in die landschaftlichen Schönheiten des Nationalparks Gran Paradiso einfügen.
Der zweite Sonderpreis für die Gemeinde Montieri (Grosseto) wurde ihr für die effiziente Nutzung der lokal verfügbaren Energieressourcen zuerkannt. Ausgehend von der in dieser Region vorkommenden Erdwärme ist es der Gemeinde Montieri gelungen, mit europäischen Finanzierungen zu einem der innovativsten und interessantesten Standorte für die Nutzung von Erdwärme zu werden.
Kategorie 2: Forlì (Forlì-Cesena)
Das Projekt der Gemeinde Forlì hat die Jury vor allem durch seinen außerordentlich innovativen Charakter beeindruckt. Es handelt sich dabei um ein Solarfeld mit einer Fläche von rund 20.000 m2 linearen Parabolkollektoren mit Strahlungskonzentration und automatischer Sonnenausrichtung mit Diathermie. Außerdem verfügt dieses Solarfeld über eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 11kW zur Deckung seines Strombedarfs. Die von dieser Anlage erzeugte Wärme wird von den Unternehmen der Gewerbezone Villa Selva von Forlì genutzt, während der produzierte Strom zur Gänze dem Eigenverbrauch dient.
Kategorie 3: Bologna
Die Gemeinde Bologna hat im Rahmen ihres Aktionsplanes für nachhaltige Energie (PAES) zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Beleuchtung und
Sanierung von öffentlichen Gebäuden vorgenommen. Dabei wurde das Modell der Energiedienstleistungsunternehmen, der sogenannten ESCO, auf sehr zielführende Weise genutzt, ein Modell, das bis dato von den italienischen Gemeinden und Provinzen nur wenig in Anspruch genommen wird.
Mobilitätspreis: Verona
Die Jury verleiht den Mobilitätspreis des Klimaenergy Award der Gemeinde Verona, die neben einer Reihe von Maßnahmen und Dienstleistungen zur Förderung der nachhaltigen Mobilität und trotz begrenzter Ressourcen seit 2006 ein Umwelterziehungsprojekt durchführt, das zahlreiche konkrete Ergebnisse erbracht hat. Dies ist ein ideales Beispiel dafür, dass eine gezielte Idee gepaart mit einfachen Lösungen und Entschlossenheit vieles verändern kann.
Ziel dieser Initiative ist es, Gemeinden und Provinzen konkrete Projekte vorzustellen, die durch den Einsatz erneuerbarer und nachhaltiger Energiequellen im öffentlichen Bereich und durch eine wirksame Verbindung von innovativen Anlagen und Lösungen die CO2-Emissionen – nach wie vor die Hauptursache für Luftverschmutzung in städtischen Gebieten - senken können.
Die Bewertung der Projekte erfolgt einerseits anhand quantitativer Werte – so z.B. die CO2-Einsparung in absoluten und relativen Zahlen (also im Verhältnis zur Einwohnerzahl der Gemeinde) – und andererseits aufgrund von qualitativen Kriterien wie z.B. dem ökologischen und wirtschaftlichen Mehrwert, der Übertragbarkeit der umgesetzten Maßnahmen auf andere Gemeinden oder Provinzen, dem Innovationsgrad oder der Einbindung der lokalen Bevölkerung. Darüber hinaus werden auch die Vorteile der Projekte für die jeweilige Region und ihr Potential für die Entwicklung zukünftiger Projekte mit berücksichtigt. In der vierten Kategorie – nachhaltige Mobilität – werden die Teilnehmer dahingehend bewertet, inwieweit es ihnen gelungen ist, das Verkehrsaufkommen und den Energieverbrauch im Verkehr zu senken.

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