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OPER.A 20.21


Stiftung Haydn von Bozen und Trient
OPERNSAISON 2015/16 - The irony of life
Der Künstlerische Leiter Matthias Lošek präsentiert die erste Opernspielzeit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient: ein Blick auf das Musiktheater unserer Zeit, mit einer Prise Lebensironie.
Oper in Bozen und Trient: Von November 2015 bis April 2016 bringt die Stiftung Haydn von Bozen und Trient eine regionale Opernspielzeit auf die Bühnen der beiden Hauptstädte. Mit OPER.A 20.21 – so der Titel der künftigen Opernsaisonen – wird ein neues kulturelles Projekt aus der Taufe gehoben, das aus dem reichen Erfahrungsschatz der Stiftung Stadttheater und Konzerthaus von Bozen und des Kulturzentrums Santa Chiara von Trient schöpfen kann.
Verantwortlich für diese und kommende Spielzeiten zeichnet der im Frühjahr ernannte Operndirektor Matthias Lošek. Sein Programm rückt die – oft vernachlässigten – zeitgenössischen Ausdrucksformen und Werke von Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts in den Vordergrund, ohne dabei auf Highlights des traditionellen Repertoires zu verzichten.

Eine tragende Rolle in OPER.A 20.21 spielt das Haydn Orchester von Bozen und Trient: Am Pult wechseln sich international renommierte Dirigenten ab. Ebenso international lesen sich auch die Namen der Regisseure und Regisseurinnen sowie Sänger und Sängerinnen der neuen Inszenierungen.
Die Opernspielzeit 2015/16 trägt den Titel The irony of live. „Und das ist kein Zufall“, so der Operndirektor Matthias Lošek, „denn in den fünf Opern, die in Trient und Bozen zu hören und zu sehen sein werden, begegnet man der Ironie des Lebens, etwa in den Irrungen und Verfehlungen der Liebe (Così fan tutte), in der Zügellosigkeit des Verlangens und Begehrens (Lulu), in politischer Willkür und Bürokratie (Die Nase), im Politikbetrieb der Gegenwart (Whatever Works) oder der Sprachlosigkeit und Hilflosigkeit in Beziehungen (Trouble in Tahiti). Zusammen ergeben sie ein Panoptikum an nur allzu Menschlichem: unerfüllte Wünsche, tragikomisches Scheitern, verborgene Sehnsüchte, erstarrte Gefühle, bedingungslose Hingabe, unermessliche Gier aber auch ein Hoffen auf a better tomorrow.“
Lošek weiter: „Wenn du die Götter zum Lachen bringen willst, dann erzähl ihnen von deinen Plänen“, formulierte es Blaise Pascal im 17. Jahrhundert. Der französische Philosoph und Mathematiker hat damit formuliert, was auch in unserer durchorganisierten Gegenwart noch eine feste Konstante ist – die Unabwägbarkeit dessen, was da noch vor uns liegt. „Isn‘t it ironic“, sang darüber Alanis Morissette in den 90ern des letzten Jahrhunderts.“
Am Beginn der Opernsaison steht die Neuinszenierung der Mozartoper Così fan tutte am 13. und 15. November am Teatro Sociale von Trient, eine Koproduktion mit dem Teatro dell’Opera Giocosa di Savona. Die anfangs oft missverstandene Oper ist heute zurecht, und ohne an Aktualität verloren zu haben, zu einem der bekanntesten Werke des Musiktheaters avanciert. Così fan tutte wird dirigiert von Giovanni Di Stefano, für die Regie zeichnet Elisabetta Courir verantwortlich.
An den Opernabenden des 4. und 5. Dezember am Stadttheater Bozen gilt die Aufmerksamkeit dem amerikanischen Musiktheater. In Koproduktion mit der Oper Leipzig wird A Hand of Bridge von Samuel Barber, ein Stück, das mit seiner Länge von weniger als zehn Minuten das kürzeste Opernwerk der Geschichte ist, und Trouble in Tahiti von Leonard Bernstein gezeigt. Beide Opern handeln von Beziehungskonflikten und üben Kritik am Lebenswandel der amerikanischen middle- class. Trouble in Tahiti thematisiert den Konsumwahn der 50er Jahre. Dirigent: Anthony Bramall. Inszenierung: Patrick Bialdyga.
Am 15. und 17. Januar steht am Stadttheater Bozen ein wahres Meisterwerk des 20. Jahrhunderts auf dem Spielplan: Lulu von Alban Berg (in der bearbeiteten Orchesterfassung von Eberhard Kloke, die in Bozen zum ersten Mal in Italien zu sehen ist). Die Neuproduktion der Stiftung Haydn, in einer Inszenierung der Welsh National Opera, zeigt die dramatische Lebensgeschichte, den sozialen Aufstieg und Fall der Femme fatale Lulu, unter der Regie des Engländers David Pountney. Das Haydn Orchester dirigiert Lionel Friend.
Fortgesetzt wird die Spielzeit im April mit zwei weiteren satirischen und gesellschaftskritischen Werken: Whatever Works, komponiert von der Südtirolerin Manuela Kerer und dem Mexikaner Arturo Fuentes, ist eine Koproduktion mit Wien Modern und steht am 1. und 3. April am Stadttheater Bozen (Studiotheater) auf dem Programm. Mit der spitzen Waffe der Ironie nähert sich diese Oper gesellschaftspolitischen Themen und zeigt, wie Katastrophenhilfe zur Karrierehilfe umfunktioniert werden kann. Ironie zeichnet auch das letzte der fünf Opernwerke der Spielzeit 2015/16 aus. Dimitri Schostakowitsch „schräge“ Oper Die Nase (Nos) wird am 22. und 24. April am Teatro Sociale in Trient, in einer Koproduktion mit der Neuen Oper Wien, über die Bühne gehen. Dirigent: Walter Kobéra. Inszenierung: Matthias Oldag.
An jedem Aufführungsabend verkehrt zwischen den Städten von Bozen und Trient ein Shuttleservice. Dadurch soll die Mobilität und der Austausch des Publikums gefördert und das Kulturangebot beider Städte ausgeweitet werden.
Der Verkauf der Abonnements für die Opernsaison 2015/16 startet am Dienstag, den 13. Oktober.
Sowohl Abonnements als auch Einzeltickets (ab 27. Oktober) können an den Theaterkassen in Bozen (Stadttheater) und in Trient (Kulturzentrum S. Chiara und Teatro Sociale) erworben werden.
Die Stiftung Haydn von Bozen und Trient bedankt sich bei den Partnern Stadttheater Bozen und  Kulturzentrum S. Chiara sowie den Sponsoren Stiftung Sparkasse und AEW für die Unterstützung und Zusammenarbeit.

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