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Junge Forscher gesucht! Und gefunden: Finalisten des Schülerwettbewerbs stehen fest


Bozner und Brunecker Oberschüler nehmen am Finale des von der EURAC initiierten überregionalen Wettbewerbs in Davos teil
Eine virtuelle Tour durch Südtirols Burgen, antibiotikaresistente Keime und die Mikrobiologie eines Bergsees: mit diesen Themen überzeugten die Nachwuchsforscher die Jury. Leicht war die Wahl aber nicht. Wie die Juroren betonten, bestachen fast alle der elf eingereichten Projekte durch ihr hohes wissenschaftliches Niveau und wären somit preiswürdig. Die Finalisten sind Schüler des Rainerums Bozen, der Technologischen Fachoberschule Bruneck und des Realgymnasiums Bozen. Sie treten am 7. und 8. April in Davos gegen ihre Altersgenossen aus Tirol, Graubünden und dem Trentino im überregionalen Finale an. Den Siegern winken Geldpreise bis zu 3.000 Euro, die von der Stiftung Südtiroler Sparkasse zur Verfügung gestellt werden.

Gregorio Giovanazzi, Michele Calvanese, Manuel Leoni, Lorenzo Paolo De Noia und Niccolò Bussi vom Gymnasium Rainerum Bozen sind beim Finale der sechsten Ausgabe des EURAC-Schülerwettbewerbs mit einer Arbeit im Bereich Informatik dabei. Nach dem Vorbild der App des Pariser Louvre programmierten sie eine App, die auf einer virtuellen Tour durch die Schlösser und Burgen Südtirols führt und dabei viele kuriose Details preisgibt: Besonders Jugendliche sollen so zu einem Besuch animiert werden. Bei der Aufnahme der dreidimensionalen Bilder testeten die Schülerr verschiedene Technologien und Drohnen.
Im Finale sind auch Johannes Elias Sigmund der Technologischen Fachoberschule Bruneck und Daniel Pattis vom Realgymnasium Bozen. Johannes Elias Sigmund befasste sich in seiner Arbeit mit dem Thema antibiotikaresistente Keime. Der Zwanzigjährige aus Natz-Schabs ging der Frage nach, wieso Bakterien immer resistenter gegen Antibiotika werden, was dies für die Gesundheit der Menschen bedeutet und welche Rolle dabei die Massentierhaltung und die Art des Obst- und Gemüseanbaus spielen. An Hühnerfleisch aus dem Supermarkt konnte er im Labor Keime mit Resistenzen gegenüber verschiedenen Antibiotika nachweisen.
Daniel Pattis aus Tiers verglich in seinem  Projekt den Timmels-Schwarzsee mit dem Lebensraum auf dem Saturnmond Enceladus. Er untersuchte den alpinen Hochgebirgssee im hintersten Passeiertal aus mikrobiologischer Sicht: Aus 20 Metern Tiefe entnahm er Sedimentproben und bestimmte die Organismen, die sich an die extremen Bedingungen auf 2500 Metern Meereshöhe angepasst haben. Da einfache Organismen auf der Erde in fast jedem Lebensraum überleben, sei denkbar, dass es auch auf dem Eismond Enceladus Leben gebe, so der Jungforscher; unter Enceladus‘ Eispanzer vermuten Forscher nämlich einen Ozean aus flüssigem Wasser. Im April werden die Finalisten aller vier Regionen ihre Projekte auf Englisch präsentieren und sich den Fragen der Jury stellen.
Die Arbeit von Simeon Hitthaler und Daniel Pöhl (Technologische Fachoberschule Bruneck) zur vollautomatischen Sonnenausrichtung einer Photovoltaikanlage hat es zwar nicht ins Finale geschafft, aber die Jury beeindruckt: Als Anerkennung ermöglicht sie den Jungforschern entweder ein Praktikum im EURAC-Institut für Erneuerbare Energie oder einen Besuch des EURAC-Photovoltaik-Testfelds am Bozner Flughafen und eines Wasserkraftwerks von Alperia.
Die EURAC organisiert den Wettbewerb gemeinsam mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, der Autonomen Provinz Trient und der Alpinen Mittelschule Davos. Die Initiative wird von der Europaregion unterstützt.

 

 

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