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Dem Erbe verbunden – der Zukunft entgegen


Der Sonntag, 13. März stand im Zeichen der Bäuerinnen: neben der alljährlichen Vollversammlung wurde das 35jährige Bestehen gefeiert. Mit einer Fahnensegnung.
“Unsere Fahne ist ein sichtbares Zeichen der SBO, das ab jetzt mitgetragen und mitgepflegt wird“, so die Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer. Bischof Ivo Muser segnete die Fahne im Dom zu Brixen. In der Predigt rief Bischof Muser auf, den Sonntag als Tag des Herrn zu ehren: „Pflegen wir den Tag des Herrn, bewahren wir das christliche Gesicht. Und pflegt auf euren Höfen die religiösen Bräuche, denn Bräuche ohne religiösen Hintergrund sind Folklore.“ Die Fahne als Bekenntnis zur bäuerlichen Lebenskultur und als Erbe sei dafür ein wichtiges Zeichen. Die Bäuerinnen können der Gesellschaft helfen, das Staunen vor dem Wunder der Natur, der Schöpfung und die Ehrfurcht nicht zu verlernen: „Wir brauchen eine Zukunft, die fähig ist zum Dialog mit der Gesellschaft. Und bleiben wir dabei auf dem Boden echter Identität. Nur wer echte Identität hat, wird fähig sein zum Dialog“, so Bischof Muser abschließend.

Nach dem Umzug durch Brixen fand der Landesbäuerinnentag im vollgefüllten Forum statt. „Wer verstehen will, wie damals in den 70er Jahren aus den anfänglichen Gesprächen die heute stärkste Frauen Organisation geworden ist, muss zurückschauen in eine Zeit, wo es vieles von dem, was heute selbstverständlich ist, noch nicht gab: Möglichkeiten des Zusammenfindens, des Austausches, des Öffnens nach Außen“, blickte die Landesbäuerin zurück. Stellvertretend für alle Pionierinnen der damaligen Zeit bedankte sich die Landesbäuerin bei ihren drei Vorgängerinnen, Maria Leiner (erste Landesbäuerin), Gretl Schweigkofler (zweite Landesbäuerin) und Maria Kuenzer (dritte Landesbäuerin): „Ihr seid mutig und willensstark den Weg gegangen, trotz einiger Schwierigkeiten“, so Erschbamer. Die vier Landesbäuerinnen sind auch die vier Fahnenpatinnen, um „unsere Freundschaft und unseren Zusammenhalt zu zeigen“, so Erschbamer. Die gesamte Entwicklung der SBO wurde in der Festschrift „Bodenständig und Mittendrin“ zusammengefasst.
Neben der Vergangenheit wurde auch in die Zukunft geschaut: „Ich will nicht, dass wir uns morgen nur noch an erfolgreiche Projekte von gestern erinnern müssen.  Ich will, dass wir unsere Zukunft, die unseres Berufstandes und die Zukunft des ländlichen Raumes weiterhin aktiv mitgestalten“, so die vierte Landesbäuerin. Angesprochen hat  sie die neuen Herausforderungen betreffend dem Berufsbild der Bäuerin, dem Bereich der Sozialen Landwirtschaft oder den Erwartungshaltungen der Gesellschaft.
Die Stiftung Südtiroler Sparkasse ehrte wieder sechs Witwen. „Heldinnen tragen nicht immer große Namen, sondern sind meist mitten unter uns“, so Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer, die die Ehrung gemeinsam mit dem Mitglied des Verwaltungsrates der Stiftung Südtiroler Sparkasse Reinhold Marsoner vornahm. „Der Mut, die Willensstärke und die Kraft dieser Frauen scheint mir außerordentlich bewundernswert“, so Marsoner. Der Preis der Stiftung ging an Frieda Peer Wwe. Steck (Tschengels), Berta Breitenberger Wwe. Gamper (St. Nikolaus), Annelies Weissteiner Wwe. Volgger (Pfunders), Elisabeth Morandell Wwe. Romen (Kaltern), Theodora Weissensteiner Wwe. Engl (Terenten) und Luise Silbernagl Wwe. Sattler (Kastelruth).
Ausgezeichnet wurde auch die neue Bäuerin des Jahres 2016, Michaela Rott Brunner aus Villanders. Die Bäuerin vom Johannserhof hat sich mit ihrer Begeisterung für die Landwirtschaft, Einfachheit und Freude die Auszeichnung verdient. „Für mich bedeutet diese Auszeichnung v.a. Bestärkung, den eigenen Weg weiterzugehen,“ so Brunner.
Mit dem Ehrenzeichen in Gold wurde Maria Haller, langjährige Funktionärin der SBO abschließend geehrt. „Liebe Maria, nur wenige Funktionärinnen sind im Besitz dieser Auszeichnung. Du bist nun eine von diesen und ich danke dir für deine 20jährige ehrenamtliche Tätigkeit in den verschiedensten Gremien der SBO – vom Ortbäuerinnenrat, hin zum Bezirksbäuerinnenrat bis zum Landesbäuerinnenrat. Vergelt´s Gott,“ so Erschbamer.
In den Grußworten von den Ehrengästen fielen vor allem lobende Worte für die Bäuerinnen. Auch von Landeshauptmann Kompatscher, der seine Grußworte schriftlich überbrachte: “Ich danke ihnen für den Einsatz und wünsche Ihnen weiterhin viel Durchsetzungskraft und Herzblut“, so Kompatscher.

 

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