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Musikalische Gipfel


Neue Konzertsaison des Haydn Orchesters mit internationalen Klassik-Stars
Das Programm der 57. Konzertsaison des Haydn Orchesters sieht, unter der künstlerischen Leitung von Daniele Spini, 14 Konzerte in Bozen und Trient vor. Berühmte Dirigenten, namhafte Solisten und junge Nachwuchskünstler charakterisieren die Spielzeit 2016/17. Daniele Spini, künstlerischer Leiter des Haydn Orchesters, und Chiara Zanoni, Präsidentin der Stiftung Haydn von Bozen und Trient, stellten gemeinsam im Konzerthaus Bozen die 57. Konzertsaison vor. Mit insgesamt 14 Konzerten in beiden Landeshauptstädten startet das Haydn Orchester am 18. Oktober in Bozen und am 19. Oktober in Trient in die neue Spielzeit.
“Vor einem Jahr”, erinnert Daniele Spini, “als wir die Saison 2015/16 der Presse vorstellten, wagten wir es, Goethes letzte überlieferte Worte ’mehr Licht’ zu paraphrasieren und verpflichteten uns damit, ’mehr Musik’ zu machen. Das haben wir in der Tat getan, und wir werden dies auch in der kommenden Spielzeit für unser Publikum weiterhin tun. Damit verfolgen wir das Ziel, ein wesentlicher Teil der Kulturlandschaft unseres Publikums zu sein, in etwa so wie es die Dolomiten sind, die Identifikation schaffen.“
„Die 14 Konzerte im Rahmen der Konzertsaison bilden weiterhin den Schwerpunkt unserer regionalen Orchestertätigkeit“, betont die Präsidentin der Stiftung Haydn Chiara Zanoni. „Inzwischen nehmen wir aber, im Laufe eines Jahres, sowohl regional als auch in bedeutsamen Städten im Ausland, über 150 Orchester-Termine wahr. Die Konzertsaison ist und bleibt jedoch die Kernaufgabe des Orchesters, nicht nur, weil sie jene Tätigkeit, mit dem größten künstlerischen Arbeitsaufwand darstellt, sondern auch, weil es uns am Herzen liegt, jedes Jahr im Herbst unserem treuen Publikum wieder zu begegnen und bei neuen Zuhörern Interesse zu wecken.“

Das Programm 2016/17 umfasst drei Jahrhunderte, von Bach bis hin zu drei ganz neuen Stücken, die eigens für das Haydn Orchester komponiert werden. „Wir nehmen uns einige der wichtigsten Kapitel der Musikgeschichte vor“, schreibt Spini in seinem Grußwort. „Wir begegnen dem italienischen Barock (in der Gestalt von Nicola Porpora) und tauchen in die große Zeit der Wiener Klassik ein, mit unserem geliebten und unverzichtbaren Haydn und mit viel Mozart.
Wir eröffnen das 19. Jahrhundert mit Beethoven und setzen es mit den großen Romantikern fort, mit Brahms und mit anderen Protagonisten der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, um dieses dann mit der raffinierten Décadence von Fauré, dem Impressionismus des frühen Debussy und dem belgischen Wagnerianer Guillaume Lekeu ausklingen zu lassen, der zu den größten Talenten seiner Generation zählte, jedoch bereits 1894 – mit nur vierundzwanzig Jahren – allzu früh verstarb.
Dann folgt das 20. Jahrhundert: Es reicht von einer unruhigen Morgenröte, die von einem unserer “Quasi-Mitbürger“ skizziert wurde – Gustav Mahler komponierte seine Neunte Symphonie in Toblach –, über die kurze Ruhephase zwischen zwei verheerenden Kriegen, in der Ravels Reifestil, Respighis Orchesterkunst und Bartóks intensive Modernität aufblühen, bis hin zu dem langsamen Gang auf einem langen Weg, der im wiedergefundenen Frieden zu einer immer kleineren und vernetzten Welt führt. Wir reisen kreuz und quer durch Europa: von Estland nach Griechenland, von Frankreich nach Russland, von Finnland nach Böhmen.“
Daneben prägen Stücke aus der Welt der Oper (wie die Ouvertüren zu Haydns Die Welt auf dem Monde – nach Goldoni – und zu Mozarts Così fan tutte), der Musica sacra (wie Faurés Requiem), rein symphonische Werke (von Haydn, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Mahler und Šostakovic) und solche, die durch große Literatur (Don Quijote), Volksmusik (Bartók) oder Mythen angeregt wurden, die abwechslungsreichen Konzertprogramme: Es dürfte interessant sein, zu erleben, wie der wohl bedeutendste griechische Komponist des 20. Jahrhunderts, Mikis Theodorakis, den klassischen Ödipus-Mythos interpretiert, der bereits so große Geister wie Freud, Hofmannsthal oder Stravinskij beschäftigt hat.
In Bozen und Trient gastieren wieder namhafte Dirigenten, wie Jeffrey Tate, der das Haydn Orchester und junge Musiker der Euregio-Konservatorien – Trient, Bozen und Innsbruck – leiten wird (anknüpfend an den Erfolg in Toblach vom September 2015, als Mahlers Siebte Symphonie erklang). Renommierte Solisten treten mit dem Haydn Orchester auf, darunter der russische Cellist Mischa Maisky, ein großer Freund unserer Region, oder sein Landsmann der Pianist Arcadi Volodos, der sich nach dem brillanten Beginn seiner Karriere mit halsbrecherisch virtuosen Werken von Liszt und anderen nun den großen Klassikern zuwendet. Zu den Gästen zählen ebenso junge Nachwuchsmusiker, die seit Kurzem zur Weltelite zählen, wie die englische Geigerin italienischer Herkunft Nicola Benedetti, oder solche, die am Beginn einer vielversprechenden Karriere stehen, wie Stanislav Kochanovsky oder die Gewinnerin des Busoni-Wettbewerbs von 2015, die Koreanerin Chloe Mun.
Ein anderer Busoni-Preisträger, Roberto Cominati, wird ebenfalls zu hören sein, und daneben dürfen wir drei beliebte Sänger aus unserer Region begrüßen, die Sopranistin Sabina von Walther, die Mezzosopranistin Sabina Willeit und den Bassbariton Nicola Ulivieri, die in internationalen Theaterhäusern von der Mailänder Scala bis zur Met in New York singen.
Daneben werden die jüngsten Werke berühmter Komponisten wie Ivan Fedele und Giorgio Battistelli aufgeführt sowie ein junges Talent wie Alessio Ferrante vorgestellt, der am Konservatorium in Bozen studiert hat. Mit dem Orchestra Verdi aus Mailand darf das Konzertpublikum wieder ein renommiertes Gastorchester willkommen heißen, das in Bozen und Trient bereits im November 2014 mit Werken von Dvorák und Korngold einen großen Erfolg feiern konnte.
Wie jedes Jahr wird auch heuer ein Mitglied des Haydn Orchesters solistisch in Erscheinung treten: Diesmal spielt der Trompeter Bertold Stecher das anspruchsvolle Konzert für Klavier und Trompete von Šostakovic.
Garant für Kontinuität und Solidität am Pult ist Chefdirigent Arvo Volmer, der vier von vierzehn Konzertprogrammen dirigieren wird. Der Este begleitet das Orchester bereits seit drei Jahren und trägt stetig zu dessen Wachstum bei. „Mehr Kultur, mehr Qualität. Mehr Musik.“
PARTNER UND SPONSOR
Für die Konzertsaison 2016/17 haben die Stiftung Südtiroler Sparkasse, main partner des Haydn Orchesters, und die Südtiroler Sparkasse, main sponsor, ihre wertvolle Unterstützung zugesichert.

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