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Vier Städtetheater, vier abwechslungsreiche Spielpläne


Die vier Südtiroler Städtetheater – Carambolage in Bozen, Gruppe Dekadenz in Brixen, Theater in der Altstadt Meran und Stadttheater Bruneck– stellen ihre neue Spielzeit vor.
Die vier Südtiroler Städtetheater eröffnen mit Ende September ihre Spielzeit und präsentieren wiederum ein dichtes Kulturprogramm auf hohem Niveau mit Theater-Eigenproduktionen, ausgesuchten Gastveranstaltungen aus dem In- und Ausland, Kabaretts, Kindertheater, Konzerten, einem literarischen Festival zu n.c.kaser und dem 15. Europäischen Kleinkunstwettbewerb „Niederstätter surPrize“ in Bozen.
Kleinkunsttheater Carambolage Bozen
Die Bozner Carambolage eröffnet die Saison am 6. Oktober mit der zweisprachigen Theater-Eigenproduktion „Malagueña“. Das Stück stammt aus der Feder der italienischen Autorin Roberta Skerl und erzählt die Geschichte von Philipp, Johannes und Ninni. Alle drei sind Mitte vierzig, seit ihrer Jugendzeit befreundet und treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Abendessen. An diesem Abend geschieht jedoch etwas völlig Unerwartetes. Philipp hat erfahren, dass er krank ist. Als Arzt weiß er genau, was das für ihn bedeutet. Und er bittet seine besten Freunde ihm beizustehen. Dabei wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Die Geschichte wird von der Autorin mit sehr viel Sensibilität erzählt; auch feiner Witz und Humor kommen nicht zu kurz. Aber gerade dadurch gelingt ihr ein packendes, anrührendes, tröstliches und unsentimentales Stück über ein brisantes Thema. Es spielen Johanna Porcheddu, Günther Götsch und Thomas Hochkofler unter der Regie von Christian Mair. Vom 9.-11. November geht der 15. Europäische Kleinkunstwettbewerb „Niederstätter surPrize“ über die Bühne: An 3 Abenden präsentieren 9 Einzelkünstler und Gruppen aus 7 Nationen ihr nonverbales oder mehrsprachiges Programm und kämpfen um die begehrten Siegertrophäen. Im Jänner steht die bitterbös-witzige Satire „Demut vor deinen Taten Baby“ von Laura Naumann auf dem Spielplan.
Es geht um ein Frauen-Trio, das Terror-Anschläge fingiert – aber nicht um zu provozieren, sondern um Glücksgefühle freizusetzen, wenn die vermeintlichen Opfer erkennen, dass sie gar nicht in Lebensgefahr sind. Auf der Bühne stehen Brigitte Knapp, Margot Mayrhofer und Marlies Untersteiner in einer Inszenierung von Eva Kuen. Freunde des Kabaretts können sich in der kommenden Saison auf folgende Carambolage-Gäste freuen: Plissé, Simon Kostner, Trio Trioche, Alfred Dorfer, Ilja Richter, Cababoz, Kay Ray, Les Diptik, Ingrid Lechner, Fatih Cevikkollu, Johnny Armstrong und Gery Seidl. Es gibt beste Unterhaltung mit dem Improtheater Carambolage, der Lesebühne „MundWerk“ sowie musikalische Highlights mit dem Alexander Hawkins Trio, Giuliani & Biondini Quartet, Paolo Fresu, Piccola Orchestra Gagarin, Color Colectif, Sylvie Courvoisier & Mark Feldman, Benno Simma, Sepp Messner Windschnur, Andrea Maffei u.v.a. Abgeschlossen wird die Saison im Mai mit einer Kabarett-Eigenproduktion von Dietmar Gamper, in Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut Südtirol-Alto Adige.
Gruppe Dekadenz Brixen
Mit einer Theater-Eigenproduktion eröffnete die Gruppe Dekadenz in Brixen ihre Spielzeit:
„Die lächerliche Finsternis“ von Wolfram Lotz wurde 2015 zum besten deutschsprachigen Stück gewählt, der junge deutsche Autor zum Dramatiker des Jahres. Nicht die Symptome von Flüchtlingskrise & Co werden darin beklagt, sondern die Ursachen davon: eine tiefgründige wie lustige Analyse unserer Welt, angelehnt an Conrads Roman „Das Herz der Finsternis“ und Coppolas Film „Apokalypse now“. Inszeniert wird das mehrfach prämierte Werk vom Münchner Regisseur Fabian Kametz, auf der Bühne zu sehen sind Brigitte Knapp, Susan La Dez sowie Elena-Maria Knapp und Petra Rohregger, die beide ihr Debüt in der Dekadenz feiern. Ebenso Premiere in der Dekadenz feiert das Tanztheater „Sieben Sekunden (In God We Trust)“ von Falk Richter (ab 30.11.), eine Kooperation zwischen Fabrik Azzurro und Tanzschmiede Meran. Den Theaterreigen vervollständigt die Theatergruppe Phenomena, die ihre Produktion „Nord Ost“ (18.&19.11.) in der Dekadenz zeigt, sowie das neue Ensemble PasspARTout mit Francesco Tancredi und Omar El Afrah, mit einem Musiktheaterstück über Friedrich II. (9.&10.12.) und dessen visionären Ideen einer toleranten Gesellschaft. Tragende Säule der Gruppe Dekadenz ist weiters ihr Kabarettprogramm mit preisgekrönten Kabarettisten: unter anderem der frischgebackene Träger des österreichischen Kabarettpreises Hosea Ratschiller, Jess Jochimsen (Deutscher Kabarettpreis), Jockel Tschiersch (Deutscher Kleinkunstpreis) oder Uta Köpernick (Salzburger Stier 2016). Ein Höhepunkt des dekadenten Jazzprogramms ist sicherlich der Auftritt der amerikanischen Kultband „Oregon“ (16.11.), die seit Woodstock-Zeiten einen Erfolg nach dem anderen feiern. Und auch ansonsten wird es musikalisch international mit Elifantree aus Finnland/Schweden, Enemy aus London, Gesing_Rohrer_Meyer aus der Schweiz und Helga Plankensteiner & Plankton aus Südtirol.
Theater in der Altstadt Meran
Auch das Theater in der Altstadt in Meran eröffnet seine Spielzeit mit einer Premiere am 5. Oktober: „sauschneiden“ des österreichischen Autos Ewald Palmetshofer, eine Produktion der Frauentheatergruppe Phenomena, mit Patrizia Pfeifer und Andrea Haller (Regie: Eva Niedermeiser) – ein „Mütterstück“ zwischen Liebe und Hass, Abhängigkeit und Freiheitsdrang. Einen Schlagabtausch zwischen Freunden präsentiert das Stück „Das Abschiedsdinner“ von Matthieu Delaporte /Alexandre de la Patellière, im Tida Meran von Alexander Varesco inszeniert und mit Thomas Hochkofler, Lukas Lobis und Petra Rohregger ab 15. November auf der Bühne.
Für die Kleinen ist ab 10. Dezember das Kindertheaterstück von Karin Verdorfer und Katharina Schraml „Neue Mama gesucht“ zu sehen – ein humorvolles Theaterstück über die kleinen Herausforderungen des Alltags mit Johanna Porcheddu, Sabine Ladurner und Christina Khuen. Kabarettistisch wird´s dann mit dem „Schaffa Schaffa Hüsle baua“, einem Kabarett von Stefan Vögel, inszeniert von Rudolf Ladurner mit Thomas Hochkofler und Karin Verdorfer (ab 15. Dezember). Im Frühjahr steht hingegen das Stück „Die drei Eisbären“ von Maximilian Vitus (Regie: Rudolf Ladurner), ein Schultheaterprojekt mit dem Gymne Meran sowie ein kabarettistischer Abend mit Magdalena Schwellensattl und Sabine Ladurner auf dem Spielplan.
Stadttheater Bruneck
Mit dem Kabarett „Flügel“ von „Kaiser“ Robert Palfrader und Florian Scheuba startet
das Stadttheater Bruneck am 30. September in seine Spielzeit. Geprägt ist diese zugleich von mehreren Theater-Gastspielen: Das Innsbrucker Kellertheater wird mit „Der Herr Karl“ von Merz und Qualtinger mit Elmar Drexel (Regie: Klaus Rohrmoser) am 7. Oktober in Bruneck auftreten; weiterer Gast ist das Teatro la Ribalta mit dem Stück „Superabile“ mit Menschen mit Beeinträchtigungen sowie das Ensemble VonPiderZuHeiss mit der Inszenierung von „Bilder deiner großen Liebe“ von Wolfgang Herrndorf mit Nora Pider und Jakob Oberschlick (Regie: Anna Heiss).
Auf dem Programm stehen zudem mehrere Theater-Eigenproduktionen: Am 15. Oktober feiert das Stadttheater mit „Begegnungen mit Anne Frank“ mit Petra Rohregger und Claus Tröger Premiere – wobei die Inszenierung am Stadttheater Bruneck einen historischen Brückenschlag in die Gegenwart wagt. Freuen darf man sich wohl auch auf die Uraufführung der Komödie „Wenn nicht heut´, wann dann?“ am 25. November – ein turbulentes Theatermärchen von Klaus Gasperi und Hanspeter Horner, in dem sechs alte Theaterleute unter anderem die „katastrophale Kulturförderung der vergangenen Jahre“ beklagen (Regie: Hanspeter Horner). Im Frühjahr ist hingegen das Theaterstück „Honig im Kopf“ nach dem gleichnamigen von Til Schweiger geplant, weiters der Klassiker „Homo Faber“ von Max Frisch sowie die Wiederaufnahme des Stücks „Nächstes Jahr, gleiche Zeit“ mit Christine Mayr Mayn und Nick Walder. Zudem laufen im Frühjahr die Proben für die Uraufführung von „Das Haus meiner Mutter“ von Josef Zoderer unter der Regie von Torsten Schilling und die Vorbereitungen für „Vox – Europäisches Minderheitentheater“. Weiterer Höhepunkt am Stadttheater Bruneck ist das Lyrikfestival anlässlich des 70. Geburtstages von n.c.kaser, das ab 25. März stattfindet.

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