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Eduard-Wallnöfer-Preis 2016


Forschungsprojekte zur „Wärmerückgewinnung“ und „Gravamina“ ausgezeichnet
In diesem Jahr vergab die Eduard-Wallnöfer-Stiftung der Tiroler Industrie mit Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse zwei Preise für „Forschungs- und Studienprojekte“. Eingereicht wurden insgesamt 32 Arbeiten. Der stellvertretende Stiftungsvorsitzende, Dr. Heinrich Scherfler, zeichnete die Preisträger in feierlichem Rahmen im Barocksaal des Hotel Europa aus, präsentierte den Jury-Bericht und erläuterte die Siegerprojekte im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sowie des Tiroler Industriepräsidenten Dr. Christoph Swarovski.
Ein Preis für Forschungs- und Studienprojekte ging an Dr. techn. Christoph SPEER, MSc, für das Projekt „Simulation und Entwicklung eines hocheffizienten Wärmerückgewinnungsventilators“.
Dr. Speer wurde in Rum geboren und studierte Physik an der Universität Innsbruck. Sein Doktoratstudium der Technischen Wissenschaften beendete er 2015 mit der Forschungsarbeit, die nunmehr auch öffentlich ausgezeichnet wurde.
In seiner Forschungsarbeit untersuchte der Preisträger verschiedene Lüftungssysteme auf ihre Funktionsfähigkeit und entwickelte daraus das Konzept CHRF (Counterflow Heat Recovery Fan). Mit dem Ziel, sämtliche Aufgaben in einer einzigen Komponente zu konzentrieren, gelang es einen hocheffizienten, dezentralen und kompakten Wärmerückgewinnungsventilator zu entwickeln. Durch die Zusammenarbeit mit Tiroler Industrieunternehmen im Rahmen des Prototypenbaus ist das Know-How zur fertigungstechnischen Umsetzung bereits vollständig vorhanden und ermöglicht regionalen Partnern einen technologischen Vorsprung.
Ein weiterer Preis für Forschungs- und Studienprojekte wurde verliehen an Mag. Phil. Julian LAHNER für das Projekt „Gravamina am Offenen Tiroler Landtag von 1790“.

Mag. Lahner wurde in Schlanders geboren. Er maturierte in Meran und graduierte im Juli 2014 zum Magister der Philosophie. An der Universität Innsbruck belegte er die Fächer Geschichte, Sozialkunde, Politische Bildung und Katholische Religion.
Ziel dieser – noch nicht beendeten - Forschungsarbeit ist, die Unzufriedenheit der Bevölkerung Tirols am Ende der Regierungszeit Josephs II. zu untersuchen. Der „Josephinismus“ umfasste die Jahre 1750 bis 1790 und erzeugte teilweise großes Unbehagen. Nachfolger Leopold II. sah sich gezwungen, die politische Ordnung zu stabilisieren und die Gemüter zu besänftigen. Er gestattete den Tirolern wieder die Abhaltung eines Offenen Landtages in Innsbruck. Dieser bot den vier Landesständen die Möglichkeit, ihre Gravamina, schriftlich vorgebrachte Beschwernisse, einzubringen. Diese Gravamina erlauben es, Hintergründe der regionalen Enttäuschung aufzudecken und die Stimmung in der Bevölkerung zu rekonstruieren.
Die „Eduard-Wallnöfer-Stiftung“ war im Jahre 1978 das Geschenk der Tiroler Industrie zum 65. Geburtstag des legendären Landesvaters. Der Vorsitzende der Stiftung, Dr. Oswald MAYR, und ihr Geschäftsführer, Mag. Josef LETTENBICHLER, freuen sich über die hohe Qualität der ausgezeichneten Forschungsprojekte und sind von der Signalwirkung der Eduard-Wallnöfer-Stiftung überzeugt.
Dem Vorstand der „Eduard-Wallnöfer-Stiftung“ gehören an: Ehrenpräsident Dr. Oswald MAYR (Vorsitzender des Stiftungsvorstandes), DI Dr. Heinrich SCHERFLER (1. Stellvertreter) sowie Dr. Eduard WALLNÖFER (2. Stellvertreter). Geschäftsführer ist Mag. Josef LETTENBICHLER.
Weitere Infos unter www.eduard-wallnoefer-preis.at.

 

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