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The Clash of Music


Nachstehend der am 28.7.2017 in der Tageszeitung veröffentlichte Presseartikel von Reinhold Giovanett:
Klassik und die Musik von heute, d.h. jene, die seit etwa 50 Jahren vor allem von den jungen Menschen gemacht und gehört wird, sind zwei weit voneinander entfernte Planeten. So scheint es zumindest. Denn während die eine Seite gerne hochnäsig und arrogant auf die andere Seite herunterblickt, wird diese eben von der anderen Seite gerne verächtlich ignoriert. Blickt man aber näher hin, dann beginnen sich die Grenzen zwischen diesen beiden Planeten längst aufzulösen. So finden sich immer mehr (junge) Musiker und Musikerinnen, die sich offen dazu bekennen, von der jeweils anderen Seite zu kommen oder sich von der jeweils anderen Seite wertvolle Inspiration zu holen. Musik ist Musik. Und es geht im Prinzip sowohl in der Klassik als auch in der Popmusik um das Vermitteln von Energie, von Konzepten, Gedanken und Gefühlen eben durch die Musik. Der Genie-Kult in der Klassik mag seine Entsprechung im Star-Kult in der Pop-Welt haben, und wer weiß schon, welche Musik Beethoven 2017 wirklich machen würde, und gäbe es die Ramones (und Punkrock) überhaupt, hätten Joey und Johnny Ramone ein Konservatorium besucht? Es ist also gut so wie es ist und die Tendenz der gegenseitigen Annäherung kann nur unterstützt werden, weil daraus Neues entstehen kann. Diese Annäherung unterstützt auch der von der Stiftung Sparkasse lancierte Wettbewerb „Music 4 The Next Generation“, der heuer in die zweite Runde geht. Der Grundgedanken: Junge Bands und Musiker interpretieren auf ihre Art und Weise klassische Werke und die fünf besten dieser Neuinterpretationen werden nicht nur prämiert, sondern können am 4. November 2017 gemeinsam mit einem großen Orchester auf die Bühne des Teatro Ristori in Verona.
Für jeden Musiker/jede Musikerin eine sehr verlockende Vorstellung. Die Ausschreibung zur Teilnahme an „m4ng“ läuft schon seit etwa zwei Monaten, und es bleibt noch der gesamte August, um sich für die Vorausscheidung zu bewerben. Wie bereits vo zwei Jahren, sind auch heuer wieder die Werke, die neu bearbeitet werden sollen, vorgegeben, und es finden sich darunter Werke von Beethoven, Bela Bartók, Mozart, Rossini und Bizet, um nur einige zu nennen. Es gibt keinerlei stilistische Vorgaben, wie diese Stücke neu interpretiert werden – vom Punk bis zum elektronischen Ambient ist alles möglich, Bedingung ist lediglich, dass es sich um unveröffentlichte Neuinterpretationen handelt. Eine Jury wird aus den eingelangten Bewerbungen 15 auswählen – je 5 für jede Provinz, denn „m4ng“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bankenstiftungen Verona (Cariverona), des Trntino (Caritro) und der Stiftung Südtiroler Sparkasse. Diese 15 Projekte treten in einem Halbfinale am 7. Oktober 2017, im Teatro Sociale in Trient live gegeneinander an, aus dem eine Fachjury die fünf Finalisten auswählen wird, die wiederum, wie erwähnt, ein Monat später in Verona live auftreten können. Alles Details zur Anmeldung, zum zusätzlichen Online-Voting, zu den Preisen, zur Jury und ganz generell zum Wettbewerb, finden sich auf der Homepage zum Projekt (Link weiter unten). Wesentlich zu erwähnen ist, dass die neu interpretierten Stücke als Audiofile über die Homepage des Projektes hochgeladen werden müssen. Die Preisgelder, es sind in der Gesamtsumme immerhin 14.000 Euro, müssen in die Ausund Weiterbildung investiert werden, was den Musikern mitunter mehr bringt, als ein neues Mikro oder eine neue Software.
Anmeldefrist ist Freitag, 25. August.
Es bleiben also knapp drei Wochen!
Info: http://www.m4ng.it

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