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Spielzeit 2018-2019


Das Theater ist für die Menschen da. Das ist das VBB-Credo auch in der kommenden Spielzeit 2018-19: kein Selbstzweck, sondern kritisch, frech, opulent, ironisch, unterhaltsam, mitreißend und tiefgründig wollen die VBB auf Veränderungen in der Gesellschaft eingehen.
Nach der Sommerpause wird im Herbst mit insgesamt 11 Produktionen in die Theatersaison gestartet, die von Klassikern der Weltliteratur bis zu brandaktuellen Stücken reichen, von Oper bis zu Musical, beides in Koproduktion mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient, von Dokutheater zu Kinder- und Jugendstücken. Dabei vernetzen sich die VBB weiter regional und überregional und freuen sich auch dieses Jahr über die Zusammenarbeit mit erprobten und neuen Partnern.
Die Theatersaison startet mit explosiver Energie am 7. September mit Transart 18 und dem „Schiller-Balladen-Rave“. Feinste deutsche Lyrik meets Elektro-Beats: der bekannte deutsche Schauspieler Philipp Hochmair und seine Band Die Elektrohand Gottes verwandeln Schillers berühmte Balladen in ein exzessives Rockkonzert in den Hallen von Alpewa, Bozen Süd.
„Ihr geht mir alle auf die Nerven. Alle.“ lässt Anton Tschechow seinen Protagonisten sagen in „Iwanow“, der 1887 in Moskau uraufgeführten Komödie. In dieser virtuosen Gesellschaftsstudie, inszeniert von Mateja Koležnik, erleben wir den „allergewöhnlichsten Menschen“ inmitten einer Gesellschaft im Umbruch. In dieser Koproduktion mit einem neuen Partner, dem Landestheater Klagenfurt, steht auch die Südtirolerin Gerti Drassl auf der Bühne.
In Koproduktion mit dem Theater in der Altstadt Meran und dem Theater an der Effingerstrasse Bern bleiben wir unterhaltsam: Die erfolgreiche und vielfach verfilmte Komödie „Sonny Boys“ von Neil Simon schildert tragikomisch die Höhen und Tiefen einer Freundschaft zweier ehemals großer Comedy-Stars. Wer könnte diese Stars besser auf der Bühne verkörpern als Thomas Hochkofler und Lukas Lobis?

Ganz aktuell beleuchtet wird hingegen die Gegenwart Europas in dem Stück „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse. In dem Roman, für den er 2017 den Deutschen Buchpreis überreicht bekam, wie auch in der Bühnenfassung nimmt uns Robert Menasse mit nach Brüssel: zu EU-Institutionen, die ihr Image aufpolieren wollen. Der Autor schreibt eine Farce auf kleinliche Bürokratie und große Gefühle, ein schillerndes Panorama der europäischen Eliten. Inszeniert wird „Die Hauptstadt“ von Cilli Drexel.
Die VBB setzen in der neuen Spielzeit auch die Zusammenarbeit mit dem Landestheater Niederösterreich fort: „Liliom“, erschienen 1909 aus der Feder von Ferenc Molnár, gehört zu den bedeutendsten Theaterstücken des 20. Jahrhunderts. Im aufgeheizten Milieu des Budapester Praters verdreht der Protagonist Liliom den Frauen den Kopf und wird geplagt vom unbedingten Wunsch nach Mehr und nach der Sehnsucht nach einem besseren Leben.
Das Jahr 2019 wird in vielerlei Hinsicht ein bedeutendes historisches Gedenkjahr: 1919 kam Südtirol mit dem Friedensvertrag von St. Germain zu Italien, während des Faschismus hieß es dann 1939: Gehen oder bleiben. Das bewegende Dokumentartheaterstück „Option. Spuren der Erinnerung“ in der Regie von Alexander Kratzer wird anlässlich des 80. Jahrestags wieder aufgenommen und die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erinnern sich ein letztes Mal auf der Bühne an schwere Entscheidungen. Optanten, Dableiber, Rücksiedler: ein Riss ging damals durch die Bevölkerung. Die Musicbanda Franui aus Osttirol begleitet den Abend mit ihren Liedern, ein Abend, der die Authentizität und die Kraft des Erinnerns behutsam vereint.
„La Wally“, die berühmte Oper von Alfredo Catalani, kam 1892 an der Mailänder Scala zur Uraufführung. Das Libretto basiert auf dem Roman „Die Geierwally“ von Wilhelmine von Hillern und zeigt eine unangepasste Frau, die versucht, in einer männerdominierten Welt ihren Platz zu behaupten. Erstmalig übernimmt Arvo Volmer, Chefdirigent des Haydn Orchesters, die musikalische Leitung einer Opernproduktion der Stiftung Haydn von Bozen und Trient, die überraschen wird durch die zeitgenössische Interpretation der Regisseurin Nicola Raab. Die Vereinigten Bühnen Bozen sind als Koproduzent mit dabei.
Ein spannender Alpenkrimi, eine atmosphärisch dichte Wilderer-Geschichte erzählt das Stück „Blutrache“, eine Uraufführung, geschrieben vom britischen Autor Jethro Compton, der auch Regie führt. Compton hat sich mit Inszenierungen im Krimi- und Western-Genre international einen Namen gemacht. In „Blutrache“ kommt die Wilderer Geschichte zwischen Recht und Rache, zwischen Schuld und Sühne stimmungsvoll, fast filmisch auf die Bühne.
Mit dem Musical „Sunset Boulevard“ beschließen die VBB die Saison. Andrew Lloyd Webber hat 1993 aus dem Filmklassiker von Billy Wilder ein durchkomponiertes Musical geschaffen, das mit swingenden Tanznummern und mitreißenden Balladen die Bühnen der Welt erobert hat: Was geschieht, wenn die glorreichen Zeiten einer Künstlerin vorbei sind und sie es nicht akzeptieren kann? Die Musiktheaterproduktion entsteht erneut in Koproduktion mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient, die Regie übernimmt Rudolf Frey, die musikalische Leitung Stephen Lloyd.
Das Theater für Kinder und Jugendliche liegt uns auch in der kommenden Saison am Herzen. Seit 25 Jahren begeistert und berührt „Der Regenbogenfisch“ von Marcus Pfister Kinder auf der ganzen Welt. Der Bilderbuchklassiker ist eine Geschichte über Schönheit und Freundschaft. Wie sie vergeht. Und wie sie wieder kommt. Mit viel Musik nimmt der Fisch die kleinen Zuschauer*innen (ab 3 Jahren) im Theater mit auf die Suche nach Glück und lieben Freund*innen.
„Auerhaus“, die diesjährige Produktion des VBB-Jugendclubs, nimmt tragikomisch die Wildheit der Jugend unter die Lupe, erzählt von Freundschaften und vom Ausloten der Grenzen. Heiter und melancholisch zugleich trifft der Autor Bov Bjerg das Lebensgefühl junger Menschen, die nach dem Sinn des Lebens fragen und gegen die Angst ankämpfen, dem Leben nicht gewachsen zu sein. Ein Theaterstück für alle ab 14 Jahren.
Die Vereinigten Bühnen Bozen sind ein Theater in Bewegung, das neue Ufer anvisiert, Denkmuster aufbricht, sich in neuen und freien Produktionsweisen ausprobiert. Passend dazu prägen die Werke der Südtiroler Künstlerin Esther Stocker in der neuen Saison das äußere Erscheinungsbild.

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