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Schnupperpraktikum in ganz besonderen Zeiten


Das Gadertaler Seniorenwohnheim Ojöp Frëinademetz bietet alljährlich mehreren Jugendlichen die Möglichkeit erste berufliche Erfahrungen in den Bereichen Altenpflege und sozialer Dienst zu sammeln und ganz unverbindlich zu testen, ob die Arbeit in einer sozialen Einrichtung das Richtige für sie ist. Ein solches Praktikum leistet einen äußerst wichtigen Beitrag, um Jugendliche frühzeitig für einen pflegerischen Beruf zu interessieren und erste Weichen zur Gewinnung des Berufsnachwuchses zu stellen.
Auch heuer haben sich in der Ciasa de Palsa Ojöp Frëinademetz im Rahmen des von der Stiftung Südtiroler Sparkasse initiierten und finanzierten Sozialprojektes „Sommer einmal anders“ vier Jugendliche für dieses Schnupperpraktikum gemeldet.
Elias Frontull (La Pli), Noemi Chizzali (Antermëia), Martina Miribung (Badia) und Lara Ploner (Al Plan) haben den Dienst angetreten, um sich ihr ganz eigenes Bild von den Tätigkeitsbereichen in einem Seniorenwohnheim zu machen. Einiges haben sie bereits erfahren können, denn sie arbeiten mit Fleiß und Begeisterung mit, schon seit dem ersten Tag. Zu den ihnen zugeteilten Aufgaben gehören Verrichtungen wie die Bewohner auf ihre Zimmer zu begleiten, ihnen beim Kleiden helfen, das Essen auszuteilen, Rollstühle zu schieben, Betten zu beziehen, ein wenig Unterhaltung zu bieten und auch Hände zu halten wenn es nötig ist. „Sie machen ihre Sache wirklich gut und wir sind sehr froh, so nette und motivierte Praktikanten zu haben“, ist auch die Pflegedienstleitung des Hauses mit den Jugendlichen hochzufrieden. Und tatsächlich: Als die Türe zur Hauskapelle aufgeht und die alten Menschen herauskommen und ihre Rollatoren suchen, sind die Vier pünktlich bei der Stelle, helfen, heben, schieben Rollstühle und haben überhaupt kein Problem, wenn ihnen hie und da eine Hand auf die Schulter gelegt wird.
Ob sie sich vorstellen können, später tatsächlich einmal in diesem Beruf zu arbeiten? Einem Ja am nächsten sind Noemi Chizzali und Martina Miribung, die jetzt schon vor allem eines gelernt haben: Respekt vor dem Alter. „Wenn man einmal sieht, wie alt die Leute werden und wie dankbar sie sind, das ist schon beeindruckend.“
Die vier Schüler bekommen bei ihrer Arbeit auch darin einen Einblick, wie viel die Arbeit mit alten Menschen zurückgibt. Lara Ploner: “Man bekommt sehr viel Freude, Anerkennung und Dankbarkeit von den Bewohnern zurück“, und sie denkt schon weiter: „Wenn wir einmal alt sind und vielleicht Hilfe brauchen, dann sind wir doch auch froh, wenn das jemand für uns tun.“
Die vielen kleinen Verrichtungen im Seniorenwohnheim sind auch für Martina Miribung und Elias Frontull kein Problem. Auch ihnen macht das Praktikum Spaß, „weil es so nett ist, mit den alten Leuten zu reden und ihre freundlichen Gesichter zu sehen. Für diese Arbeit braucht es aber viel Geduld und Empathie.“
Ob die Vier einmal Altenpfleger werden? Das wissen sie noch nicht, sie haben sich da noch nicht festgelegt. Dennoch werten sie ihre Zeit im Seniorenheim als schöne und bereichernde Erfahrung. „Alte Menschen zu umsorgen, das gibt ein gutes Gefühl. Die Zeit im Seniorenheim habe sich auf jeden Fall gelohnt.
Text von Giovanni Mischí


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